Samstag, 1. September 2018

Wetterbericht mit Wunschwetter

Allgemein bekannt ist, dass Wetterberichte das Wetter maximal für 3 Tage vorhersagen können. Bei unbeständigem Wetter weniger als 3 Tage und manchmal auch nur weniger als 1 Tag. Doch was Wetterberichte zusätzlich machen ist, dass sie nicht das wahrscheinlichste Wetter vorhersagen, sondern das wahrscheinlich angenehmste Wetter. Die Wetterberichte vorhersagen nicht das wahrscheinlichste Wetter, sondern ein Wunschwetter, das kurz vor knapp auf das wahrscheinlichste Wetter korrigiert wird.

Wetterbericht mit Wunschwetter
Bilder: The people from the Tango! project. gemeinfrei.

Seitdem es mehrere Wetterberichte mit Wettervorhersagen gibt, gibt es auch Unterschiede in den Wettervorhersagen. Diese unterscheiden sich nicht nur in den Langzeitvorhersagen zwischen 4 und 16 Tagen, sondern auch in den Vorhersagen bis zu 3 Tage. In den Kurzzeitvorhersagen bis maximal 24 Stunden sind sie alle ziemlich gleich.

Die Wetterberichte haben das Problem etwas sehr unvorhersebares vorherzusagen, eben das Wetter. OK, dass es im Sommer warm und im Winter kalt ist, ist damit nicht gemeint. Die Wetterberichte sind heutzutage in der Lage das Wetter für maximal 3 Tage vorherzusagen und geben zudem Prognosen für die nächsten 16 Tage. Jeder Wetterbericht verwendet für seine Vorhersage andere Parameter, die zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Die Parameter, die zu den Unterschieden führen, sind nicht wettertechnische. Denn wenn alle nach dem neuesten wettertechnisch-wissenschaftlichen Stand vorhersagen würden, wären alle Wettervorhersagen gleich.

Wetterbericht mit Wunschwetter
Bild: The Norwegian Meteorological Institute. met.no.

Mit zunehmendem zeitlichen Abstand in die Zukunft wird die Toleranz des möglichen Wetters immer größer. Das ergibt einen Spielraum, der von den Wetterberichten für ihre Wettervorhersagen genutzt wird. Die Wetterberichte verwenden zusätzliche Parameter, die nichts mit der wissenschaftlichen Wettervorhersage zu tun haben - die Wetterlaune der Menschen. Ein Wetterbericht, der eher angenehmes Wetter vorhersagt ist beliebter als einer, der eher unangenehmes Wetter vorhersagt - so tickt der Mensch. Ausnahmen, wie Pessimisten, die sich in Vorhersagen mit unangenehmen Wetter, dass dann auch eintrifft, bestätigt fühlen, sowie Optimisten, die sich in Vorhersagen mit angenehmen Wetter, dass dann auch eintrifft, bestätigt fühlen, aussen vor gelassen.

Insbesondere in den Langzeitvorhersagen, aber mittlerweile auch bei unbeständigem Wetter in den 3-Tages-Vorhersagen, wird der Parameter "angenehm" verwendet. Ein zunehmend unbeständiges Wetter gelangt den Wetterberichten also zum Vorteil. Mit abnehmendem Zeitabstand wird der Parameter "angenehm" bis auf Null verkleinert. Das Verwenden des Parameters "angenehm" reduziert die Wettervorhersagen auf 24-Stunden-Vorhersagen. Bei den 3-Tages-Vorhersagen und insbesondere bei den Langzeit-Vorhersagen wird von den Wetterberichten nicht der Mittelwert der Wetter-Toleranz, und schon gar nicht die Wetter-Toleranz an sich, sondern wenn dann immer eine Wetter-Tendenz mit Toleranz oder eben ein tendenziell angenehmes Wetter vorhergesagt.

Was ein angenehmes Wetter ist, darin unterscheiden sich die Leute. Von daher haben Wetterberichte, die ein tendenziell angenehmes Wetter vorhersagen, ein Klientel, das sich durch die unterschiedlichen Wettervorhersagen unterscheidet. Die Leute in Gruppen zu unterscheiden hat zudem den Vorteil der personalisierten Werbung. Die Leute, für die ein kühles Wetter angenehm ist, sind ein Klientel für andere Produkte und Dienstleistungen als Leute, für die ein warmes Wetter angenehm ist.

Der Markt regelt das Wetter?
Der Markt regelt die Wettervorhersagen!