Donnerstag, 27. Oktober 2016

Verteidigungsbezirkskommando 34 Arnsberg (VBK 34)

Das Verteidigungsbezirkskommando 34 Arnsberg (VBK 34) wurde 1958 als Territorialer Verteidigungsstab III D in der Garnisonsstadt Arnsberg (Westfalen) aufgestellt und 2007 aufgelöst. Arnsberg war von 1803 bis 1816 und seit den 1930er-Jahren bis 2006 Garnisonsstadt.


Internes Verbandsabzeichen des VBK 34 Arnsberg
Internes Verbandsabzeichen des VBK 34 Arnsberg
(Version: Brustanhänger geätzt mit Kunstharzüberzug)

Internes Verbandsabzeichen des VBK 34 Arnsberg
Das Verbandsabzeichen des VBK 34 ist dem Wappen der Stadt Arnsberg nachempfunden.
Blasonierung:
Ein mittelgotisches Schild in wittelsbachisch-bayerischem Blau mit schwarzem Saum. Ein zweidrittelhohes Hoheitszeichen der Bundeswehr von 1956 (Eisernes Kreuz von 1913) in Schwarz mit geraden Flanken und ohne den weißen Flankenrand sowie mit freistehenden schwarzen Flankenrändern. Belegt mit einem halbhohen nach (heraldisch) rechts/vorne blickenden gold bewehrten weißen Adler.

Bei Brustanhänger in Reliefprägung ist der Schild in wittelsbachisch-bayerischem Blau mit herstellungsbedingtem silbernen Saum. Die Flanken des Kreuzes und deren schwarzer freistehender Saum sind gebogen. Das Kreuz ist belegt mit einem gelb bewehrten schwarzen Adler. Alle Formen haben jeweils einen herstellungsbedingten silbernen Rand ringsum.

Bei geätztem Brustanhänger mit Kunstharzüberzug ist der Schild in Dunkelblau (siehe Bild) oder wittelsbachisch-bayerischem Blau mit goldenen Saum. Die Flanken des Kreuzes und deren schwarzer freistehender Saum sind gebogen. Das Kreuz ist belegt mit einem gelb bewehrten schwarzen Adler. Alle Formen haben jeweils einen herstellungsbedingten goldenen Rand ringsum sowie der Kopf, die Flügelspannen bis Flügelspitzen und der Schwanz des Adlers sind komplett in Gold.

Arnsberger Wappen
Ein frühgotisches Schild in wittelsbachisch-bayerischem Blau mit einem nach (heraldisch) rechts/vorne blickenden gold bewehrten silbernen Adler.
Der Arnsberger Adler gilt als eines der ältesten Wappenbilder in Deutschland.
Das Arnsberger Wappen erscheint erstmals 1154 auf einem Siegel des Arnsberger Grafen Heinrich I. (Heinrich von Arnsberg) mit einem (heraldisch) nach rechts/vorne blickendem gold bewehrten silbernen Adler auf rotem Feld. Mit der Erlangung des Stadtrechts im Jahr 1278 wird dieses Siegel zum Siegel der Stadt Arnsberg.
Die rote Farbe des Wappenschildes wurde im 17. Jahrhundert gegen das wittelsbachisch-bayerische Blau getauscht.
Ein (einköpfiger) Adler ist ein imperiales Zeichen.

Verteidigungsbezirkskommandos
Die Verteidigungsbezirkskommandos (VBK) unterstanden den Wehrbereichskommandos (WBK). Die Verteidigungsbezirkskommandos waren ab 2001 in der Territorialen Wehrverwaltung der Bundeswehr die untersten Kommandobehörden. 2007 wurden die Verteidigungsbezirkskommandos durch die Landeskommandos (LKdo), Bezirksverbindungskommandos (BVK) und Kreisverbindungskommandos (KVK) ersetzt.

Gliederung in der Heeresstruktur IV 1980–1990 (Territorialheer der Bundeswehr)
Führungsstab des Heeres, Bonn (Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres)
- Territorialkommando Nord (TerrKdo Nord), Mönchengladbach (JHQ Rheindahlen)
-- Wehrbereichskommando III (WBK III), Düsseldorf
--- Verteidigungsbezirkskommando 34 (VBK 34), Arnsberg
---- Stab (gekadert)/ Stabskompanie Verteidigungsbezirkskommando 34 (GerEinh), Arnsberg
----- Fernmeldekompanie 734 (GerEinh), Menden
----- Nachschubkompanie 734 (GerEinh), Menden
----- Instandsetzungskompanie 734 (GerEinh), Menden
----- Verteidigungskreiskommando 342 (VKK 342), Lippstadt
------ Stab (gekadert)/ Stabskompanie Verteidigungskreiskommando 342 (GerEinh), Lippstadt
------ Wehrleit- und Ersatzbataillon 818 (GerEinh), Erwitte
----- Verteidigungskreiskommando 343 (VKK 343), Dortmund
------ Stab (gekadert)/ Stabskompanie Verteidigungskreiskommando 343 (GerEinh), Dortmund
------ Heimatschutzkompanie 3431 (GerEinh), Dortmund
------ Heimatschutzkompanie 3432 (GerEinh), Dortmund
------ Wehrleit- und Ersatzbataillon 819 (GerEinh), Dortmund
------ Wehrleit- und Ersatzbataillon 831 (GerEinh), Hamm
------ Bundeswehrfachschulkompanie Hamm, Hamm
------ Fachausbildungskompanie Unna, Unna
----- Verteidigungskreiskommando 344 (VKK 344), Hemer
------ Stab (gekadert)/ Stabskompanie Verteidigungskreiskommando 344 (GerEinh), Hemer
------ Heimatschutzkompanie 3441 (GerEinh), Menden
------ Heimatschutzkompanie 3442 (GerEinh), Menden
------ Wehrleit- und Ersatzbataillon 815 (GerEinh), Menden
------ Wehrleit- und Ersatzbataillon 821 (GerEinh), Erwitte
----- Verteidigungskreiskommando 345 (VKK 345), Siegen
------ Stab (gekadert)/ Stabskompanie Verteidigungskreiskommando 345 (GerEinh), Siegen
------ Wehrleit- und Ersatzbataillon 822 (GerEinh), Siegen
(GerEinh = Geräteeinheit)

Gliederung in der Heeresstruktur V 1990–2001 (Territorialheer der Bundeswehr)
Wehrbereichskommando III/7. Panzerdivision (WBK III / 7. PzDiv)
...
- Verteidigungsbezirkskommando 34 (VBK 34), Arnsberg
...

Mit der Auflösung des Verteidigungsbezirkskommando 34 wurde auch das "Arnsberger" Heimatschutzbataillon 631 im Jahre 2007 aufgelöst.

Heimatschutzbataillon 631
Die Heimatschutzbataillone (HSchBtl) waren Teil der Reserveplanung des Territorialheeres der Bundeswehr und in die Verteidigungsbezirkskommandos (VBK) eingegliedert. Die Streitkräftebasis hat die Heimatschutzbataillone im Jahr 2007 außer Dienst gestellt. Als Nachfolger der Heimatschutzbataillone wurden 2012 die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte aufgestellt.

Die Heimatschutzbataillone wurden ab 1992/93 aufgestellt und gingen zum Teil aus den Jägerbataillonen der Heimatschutzbrigaden hervor. Einige Heimatschutzbataillone behielten die Nummer des Jägerbataillons bei, aus dem sie hervorgingen.

Gliederung in der Heeresstruktur V 1990–2001
Bundeswehr (Heer)
- Territorialkommando Nord (TerrKdo Nord), Mönchengladbach (JHQ Rheindahlen)
-- Wehrbereichskommando III (WBK III), Düsseldorf
--- Verteidigungsbezirkskommando 34 (VBK 34), Arnsberg
---- Heimatschutzbataillon 631, Hemer (Blücher-Kaserne)

In Menden-Horlecke (Sauerland), Nachbarort von Arnsberg, gab es in der Heeresstruktur IV (1980–1990) das Jägerbataillon 631 (JgBtl 631). Es ist möglich, dass das Heimatschutzbataillon 631 aus diesem hervor ging, aber nicht nachgewiesen.

Gliederung in der Heeresstruktur IV (1980–1990)
Wehrbereichskommando (WBK III)
- Heimatschutzbrigade 63 (HSchBrig 63, GerEinh), Düsseldorf
-- Jägerbataillon 631 (JgBtl 631, GerEinh), Menden-Horlecke
--- 1./JgBtl 631 (GerEinh) (Stabs- und Versorgungskompanie) [180]
--- 2./JgBtl 631 (GerEinh) (Jägerkompanie, 3x Milan) [132]
--- 3./JgBtl 631 (GerEinh) (Jägerkompanie, 3x Milan) [132]
--- 4./JgBtl 631 (GerEinh) (Jägerkompanie, 3x Milan) [132]
--- 5./JgBtl 631 (GerEinh) (Schwere Kompanie, 7x KPz M48, 6x Mrs 120mm) [106]
(GerEinh = Geräteeinheit)

Die Heimatschutzbrigade 63 wurde 1982 neu aufgestellt.
Vorgänger der Heimatschutzbrigaden 51 bis 56 waren in der Heeresstruktur III (1970–1979) die Heimatschutzkommandos 13 bis 18 mit je zwei teilaktiven Jägerregimentern.


(Alle Angaben ohne Gewähr)