Freitag, 28. Oktober 2016

Das Christuskreuz bei Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr

Der Ursprung vom Kreuz der Christen ist nicht eindeutig belegt. Es gibt mehrere Hinweise auf dessen Entstehung. Dazu zählt der letzte Buchstabe im hebräischen Alphabet in althebräischer Handschrift, der Anfangsbuchstabe von "Christos" in griechischer Schrift und das Kreuz, an das Jesus Christus genagelt worden sein soll. Welches der plausiblere Ursprung ist, soll hier erläutert werden.

Die Geschichte vom Kreuz der Christen beginnt mit:

Hesekiel 9:4
Und Jehova sprach weiter zu ihm: „Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und du sollst ein Kennzeichen* an die Stirn der Menschen anbringen, die seufzen und stöhnen über all die Abscheulichkeiten, die in seiner Mitte getan werden.“
*Kennzeichen:
Das hebräische Wort für "Zeichen" ist "tag".
Die Schreibweise in Hebräisch (Druckschrift):
tag = תג
Das Wort besteht aus den Buchstaben Taw und Gimel.
Taw = ת
Gimel = ג

Der Buchstabe Taw des hebräischen Alphabets hatte in der althebräischen Handschrift (1000 v.u.Z. bis ca. 135 u.Z.) die Form eines x (ohne Serifen).
Der Buchstabe Gimel des hebräischen Alphabets hatte in der althebräischen Handschrift (1000 v.u.Z. bis ca. 135 u.Z.) die Form einer 1 (mit Nase links und ohne Serife).

Buchstabe Gimel des hebräischen Alphabets in althebräischer HandschriftBuchstabe Taw des hebräischen Alphabets in althebräischer Handschrift
←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←

Es ist wahrscheinlich, aber nicht nachgewiesen, dass das "Kennzeichen" aus Hesekiel 9:4 als "x" verstanden wurde.

Das Buch Hesekiel (Ezechiel) ist eine im Zeitraum von ca. 600–560 v.u.Z. in Babylonien entstandene Schrift des jüdischen Tanach und des christlichen Alten Testaments.

Taw
Taw (ת) ist der zweiundzwanzigste und letzte Buchstabe im hebräischen Alphabet. Der Buchstabe Taw symbolisiert als letzter Buchstabe im hebräischen Alphabet die Vollendung.

Den Buchstaben Taw gibt es in mehreren Aussprachen, wobei früher auch ein Dagesch (Punkt in der Mitte des Buchstabens) verwendet wurde.
Ein weiches Taw entspricht dem englischen "th".
Ein hartes Taw dem deutschen "t".
Ein Taw am Ende eines Wortes dem deutschen "s" (im Jiddischen).

Von Taw leitet sich der griechische Buchstabe Tau "Τ, τ" und über diesen das lateinische "T, t" ab.

In Handschrift ist die Ähnlichkeit der Buchstaben Taw im althebräischen und hebräischen Alphabet zu erkennen. Die Buchstaben Taw (rechts) und Gimel (links) in hebräischer Handschrift:

Buchstabe Gimel des hebräischen Alphabets in hebräischer HandschriftBuchstabe Taw des hebräischen Alphabets in hebräischer Handschrift


←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←←

Der hebräische Buchstabe Taw ת kommt im griechischen Alphabet vor, aber nicht als letzter Buchstabe. Der griechische Buchstabe Χ (Chi) ist dem althebräischen handschriftlichen Buchstaben Taw zwar ähnlich, aber nicht von diesem abgeleitet.

Griechischs Tau Majuskel: Τ
Griechischs Tau Minuskel τ
Der Buchstabe Tau (griechisches Neutrum Ταυ, heutige Aussprache: taf) ist der 19. Buchstabe im griechischen Alphabet.

Griechisches Chi Majuskel: Χ
Griechisches Chi Minuskel: χ
Der Buchstabe Chi (griechisches Neutrum Χῖ) ist der 22. Buchstabe im griechischen Alphabet.
In der Antike betrug der Lautwert des Chi einen aspirierten stimmlosen velaren Plosiv (/kʱǐː̂/).
Die Aussprache im modernen Griechisch ist ähnlich wie das "ch" in "Licht", seltener wie das "ch" in "Macht" in der deutschen Sprache.


Dass das Wort "Kennzeichen" in Hesekiel 9:4 in althebräischer Handschrift einen x-ähnlichen Buchstaben hat und im Griechischen der Name Χριστός (Christos) auch mit einem x-ähnlichen Buchstaben Χ (Chi) beginnt, ist reiner Zufall und hat nichts miteinander zu tun.


Taukreuz (Τ)
Taukreuz mit TatzenDas Taukreuz wird auch Antoniuskreuz, Antoniterkreuz, Ägyptisches Kreuz und Plattkreuz genannt.
Das Taukreuz hat seinen Ursprung im hebräischen Buchstaben Taw Τ.
Das Taukreuz ist schon in frühesten steinzeitlichen Felsritzungen und Malereien nachweisbar. In der Mythologie des alten Orients symbolisiert das Taukreuz, als letzter Buchstabe im hebräischen Alphabet, die Vollendung.
Es wird sowohl mit Tatzen als auch mit Pranken dargestellt, oder einer Mischung aus beiden, sowie auch ohne Tatzen und Pranken.


ChristusmonogrammChristusmonogramm
Das Christusmonogramm "ΧΡ" verwendet die ersten beiden griechischen Buchstaben des Wortes Χριστός (Christos), Χ (Chi) und Ρ (Rho).

Das Christusmonogramm "ΧΡ", oder ☧, auch Christogramm, Chi-Rho oder Konstantinisches Kreuz genannt, ist das am häufigsten verwendete Symbol für Jesus Christus. Es wird seit dem 2. Jahrhundert von Christen verwendet.

Die Ähnlichkeit der griechischen Buchstaben Χ Χ (Chi) und Ρ Ρ (Rho) mit den lateinischen Buchstaben X (Ix) und P (Pe) führte zur Interpretation des Symbols als Kurzform des lateinischen Pax (Frieden) oder Pax Christi.


Andreaskreuz Andreaskreuz
Das Andreaskreuz hat die Form eines X und ist nach dem Apostel Andreas benannt, der an einem solchen Kreuz hingerichtet worden sein soll.


Stauros & Xylon
Im neuen Testament findet das Wort "stauros" und "xylon" Verwendung, indem in einer Schrift geschrieben steht, dass Jesus Christus an solch einem Stauros hingerichtet wurde.
Die Erzählungen über Jesus Christus wurden zunächst nur mündlich weitergegeben. Allerdings wurden schon im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung Schriften über die Ereignisse verfasst, unter denen sich auch nicht wahrheitsgemäße befanden. Erst Ende des 2. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung legten frühe Kirchenmitglieder fest, welche Schriften die Ereignisse wahrheitsgemäß wiedergeben und nannten die Schriftensammlung Neues Testament.

Stauros
Stauros (griechisch: σταυρός [staˈvrɔs])
Mit Stauros ist im Griechischen ein Baumstamm oder Balken, genauer ein querliegender Balken, oder auch nur ein Stock, oder ein Saling (Querstreben an Segelschiffmasten zum verspannen derselben), gemeint. Nach dem 1. Jahrhundert wurde Stauros vereinfacht mit Kreuz übersetzt.

Xylon
Xylon (griechisch: ξύλον [ˈksilɔn])
Mit Xylon ist im Griechischen Holz gemeint, kann aber auch einen Baum, Baumstamm, Pfahl, Balken oder Holzstock und Stockhiebe meinen. Das Wort Xylon findet sich im Wort Xylophon wieder. Nach dem 1. Jahrhundert wurde Xylon vereinfacht mit Kreuz übersetzt.

Was später mit "Kreuzigungen" gemeint war, war die Zurschaustellung der von den Römern Hingerichteten. Dies geschah indem die Hingerichteten an Holzstämme in allen erdenklichen Formen, von Ι und Τ bix Χ über Υ zu Γ und Λ und Δ und Η und Π und und und und Ψ und , hingestellt, festgebunden, festgenagelt, oder gehängt wurden und manchmal auch nur einzelne Körperteile, die bei der Hinrichtung übrig blieben.

Ob Jesus Christus an ein lateinisches Kreuz genagelt wurde, ist nicht überliefert. Genau genommen ist mit "Stauros" und "Xylon" nur überliefert, dass es ein Gegenstand aus Holz war, eventuell ein Stamm/Pfahl mit Balken. Wie groß und auf welcher Höhe der Balken hing, bzw. welche Funktion er hatte, ist nicht überliefert. Die Übersetzungen machten aus Stauros und Xylon ein Crux/Kreuz, wobei wiederum nicht überliefert ist, ob es ein x-förmiges oder +-förmiges Kreuz sein soll.


Stauroskreuz
Ein Stauroskreuz ist ein Kreuz mit einem (senkrechten) Stamm/Pfahl und einem (waagerechten) Balken.



Wenn der Zufall Kontinuität gehabt hätte, so wäre Χριστός (Christos) wenn dann an einem Χ-Kreuz (Chi-Kreuz) gestorben. Somit wäre die Glaubensgeschichte um Jesus Christus vollkommen: vom althebräischen taw (x) aus Hesekiel 9:4 zum griechischen Χ (Chi) aus Χριστός (Christos) und am Ende das Andreaskreuz (X).

Die geschichtlich nachfolgenden Formen von religiösen Kreuzen sind Produkte der Phantasie, die aus einer Vermischung oder Verwechslung des althebräischen handschriftlichen Buchstaben "taw" (x) und des hebräischen Buchstaben "taw" (T) entstanden sind.


Staurogramm
Auch Crux monogrammatica. Ein Symbol für Jesus Christus.
Das Staurogramm wird gebildet aus der Übereinanderstellung der griechischen Buchstaben Τ (Tau) und Ρ (Rho).

Das Staurogramm kann als Angleichung des Christusmonogramms ☧ von der althebräischen Schrift zur hebräischen Schrift angesehen werden.

Griechisches Χ (Chi) aus dem Namen Χριστός (Christos) →
althebräisches handschriftliches taw (x) → handschriftliches hebräisches Taw (T) → Griechisches Τ (Tau) → Mit P vereint wie ein +.




Swastika
Bei Swastikas sind die Arme des Kreuzes spiralförmig gebogen oder abgewinkelt, oder ein Verbund aus beidem. Die Richtung der Arme kann rechts-herum oder links-herum verlaufen. Die Ausrichtung kann in x-Form oder +-Form sein. Swastikas werden seit dem 17. Jahrhundert auch Hakenkreuze genannt.

Die älteste Swastika wurde auf einem vorkeramischen Stempel in Tell as-Sultan bei Jericho (Westjordanland) gefunden. Weitere Swastikamotive fanden sich als zoomorphes Nephrit-Amulett aus Kardschali in Bulgarien (~6000 v.u.Z.), auf einer Schale aus Samarra (~4.000 v.u.Z.), einem Anhänger vom Tappa Gaura im Irak (4.000 v.u.Z.), einem Siegel aus Harappa (~3000 v.u.Z.) und auf einem Siegel in Byblos (~3500–3000 v.u.Z.).


Anch
Das Anch (☥, ägyptisch ˁnḫ) ist ein altägyptisches Symbol. Es symbolisiert das körperliche Leben und das Weiterleben im Jenseits.
Als Hieroglyphe wurde das Anch bereits im alten Ägypten (~3000 Jahre v.u.Z.) verwendet.
Weitere Namen für das Anch sind Anch-Symbol, Anch-Kreuz, Ankh (englische Transkription), ägyptisches Kreuz, Henkelkreuz, Lebensschleife, Nilschlüssel, koptisches Kreuz und lateinisch Crux ansata (handled cross).
Das Anch wird auch mit der Hieroglyphe Ka dargestellt. Das Ka zeigt zwei angewinkelte Arme in der Form eines eckigen U ⌊⌋ ⌊⌋ mit den Händen nach oben. Das Ka bedeutet soviel wie Geist, der nicht an den Körper gebunden ist und nur vorübergehend in ihm verweilt. Bei einigen Symbolen sind abgewinkelte Arme, die etwas in den Händen halten, seitlich an den unteren Pfahl angebracht. Das älteste gefundene Anch ist mit einem Ka zu einer Schale verbunden, wobei die Schlaufe des Anch als große flache runde innere Schale dient, die beiden abstehenden Schleifen als kleine längliche Schalen und der Balken nach unten als Abgießer.


Radkreuz
Das Radkreuz wird auch Sonnenkreuz oder Sonnenrad genannt. Es hat seinen Ursprung in der Bronzezeit (2.200-800 v.u.Z.). Das Motiv tritt als Felsritzungen und als Amulett insbesondere in Nordeuropa auf.
Das Keltenkreuz ist ein Verbund aus lateinischem Kreuz und Radkreuz, das eventuell auf den christlichen Einfluß auf die "Heiden" zurückzuführen ist.



Das erste Erscheinen des christlich religiösen Kreuzes in all seinen Formen kennzeichnet den Übergang von der Antike in das Mittelalter. Sein Ursprung liegt sehr wahrscheinlich in den Deutungen der Erzählungen über die Ereignisse und insbesondere der Kreuzigung von Jesus Christus. Es ist also möglich, dass Jesus Christus wirklich an ein lateinisches Kreuz genagelt wurde.

Das christlich religiöse Kreuz in allen Formen erfuhr im Laufe der Zeit eine Differenzierung durch seine Gestaltung und Farbe. Jeder Verein wollte sich durch sein Kreuz von den anderen Vereinen unterscheiden. Zudem wurden verschiedenste Kreuze in Familien- und Stadt-Wappen verwendet.


Tatzenkreuz
Der Name Tatzenkreuz bezieht sich allgemein auf die Verdickungen an den Balkenenden, ähnlich dem Prankenkreuz. Das Tatzenkreuz unterscheidet sich zum Prankenkreuz dadurch, dass es geschwungene Flanken und nach innen gekerbte Enden hat. Die Verdickung an den Balkenenden kann auf der ganzen Länge der Flanken verlaufen, oder auch nur sehr dünn an den Balkenenden.

TatzenkreuzTatzenkreuz


Kreuzfahrer
Ein rotes Tatzenkreuz auf weißem Grund war das Zeichen der Kreuzfahrer (Ritterkreuz der Kreuzritter).

Templerorden
Der Templerorden (Tempelritter) erreichte beim Papst das Recht das Kreuzfahrerkreuz tragen zu dürfen, da sie sich nach Eigenaussage im permanenten Kreuzzug befänden.
Das rote Tatzenkreuz zierte das Wappen des Templerorden und deren schwarz-weiße Templerfahne (Baucent/Beauceant).

Deutscher Orden
Der Deutsche Orden nutzt seit seiner Gründung im Jahr 1190 ein schwarzes Tatzenkreuz auf weißem Hintergrund zur Abgrenzung und Unterscheidung von den anderen Ritterorden, die bereits Kreuze in anderen Formen und Farben hatten.


Prankenkreuz
Das Prankenkreuz ist ein symetrisches Kreuz mit Verdickungen an den Enden, geraden Flanken und geraden Enden. Die Verdickung kann auf ganzer Länge der Flanken verlaufen, oder auch nur sehr kurz an den Enden.

PrankenkreuzPrankenkreuz



Lateinisches KreuzLateinisches Kreuz

Das Lateinische Kreuz wurde nachweislich ab dem 4. Jahrhundert verwendet.
Beim Lateinischen Kreuz ist der Pfahl länger als der Balken und nach unten versetzt, so dass der obere Arm die gleiche Länge wie die Arme des Balken hat. Das Lateinische Kreuz ist sozusagen ein stehendes Kreuz.
Schild mit Kreuz
In alten Gemälden sind symetrische Kreuze meist auf Umhänge gezeichnet. Mit der Verwendung eines Kreuzes in einem Schild wird bei diesem der Pfahl aus ästhetischen Gründen unten länger. Wird das Kreuz im Wappenschild oder Wimpel mit den Enden bis zum Rand gezeichnet, so werden die Enden gerade.
Der Ursprung des Lateinischen Kreuzes kann aber auch darin liegen, dass ein "Stauros", an solch einem Jesus Christus wohl gekreuzigt wurde, genau so aussehen soll.




Johanniterkreuz
Johanniterkreuz
Das Johanniterkreuz ist ein Tatzenkreuz mit Spitzen im Herz, verdickenden Armen mit geraden Flanken sowie einer Kerbe mit geraden Linien an den Enden.

Das Johanniterkreuz wurde von den ab dem 4. Jahrhundert vor Jerusalem errichteten Hospitalen verwendet. Die Hospitäler wurden anfangs von armenischen Mönchen, dann von Spitalbruderschaften und später von Ritterorden unterhalten. Die Ritterorden übernahmen dieses Kreuz in verschiedenen Farbvariationen.
Der Name Johanniter geht zurück auf die griechische Form des latinisierten Name Johannes Ἰωάννης (Iōannēs) des hebräischen יוחנן (Jochanan) und bedeutet „Gott (JHWH) ist gnädig“.
Der Name Johanneskreuz ist eher nicht gebräuchlich, wenn auch mehr zutreffend.

Das Johanniterkreuz kann auch als Symbol für Sammelstelle gedeutet werden.

Lazarusorden
Der Lazarusorden entstand um das Jahr 1.000. Aus Lazarus ging der Begriff Lazarett hervor.
Der Lazarusorden verwendet das Lazaruskreuz mit Grün. Wobei nicht unbedingt das Kreuz selbst grün sein muss, sondern etwas grünes dabei ist.

Johanniterorden & Malteserorden
Der Johanniterorden enstand um das Jahr 1.000 durch ein von italienischen Kaufleuten in Jerusalem gestiftetes Hospital zum Heiligen Johannes. Aus diesem Hospital entstand nach dem Ersten Kreuzzug der Orden vom Hospital des Heiligen Johannes zu Jerusalem.

Nach der Vertreibung aus Jerusalem siedelte der Orden erst auf Zypern (1291), dann auf Rhodos (1309) und um 1530 letztendlich auf Malta um.
1538 zweigte sich der Orden in den protestantischen Johanniterorden und den katholischen Malteserorden auf. Hierbei entstand der Name Malteser. Aus dem Johanniterorden entstand die heutige Johanniterstiftung.
Johanniterorden und Malteserorden verwenden das Johanniterkreuz in weiß auf roten Grund.


Kreuzformen
Einige Kreuze verbinden Eigenschaften von anderen Kreuzen und stellen so neue Kreuzformen dar. Darunter zählt zum Beispiel das Kreuz (Piek) im Kartenspiel, das aus einem lateinischen Kreuz entstand und ursprünglich ein Schwertkreuz darstellen sollte.
Es bestehen weiterhin einige Kreuzformen, die entweder keinen Namen haben, oder pauschal zu anderen Kreuzen gezählt werden. So wird der Begriff "John's Cross" in englischer Sprache für eine Vielzahl von Kreuzen verwendet.


KeltenkreuzPiekkreuzLateinisches Tatzenkreuz
WiederkreuzKruckenkreuzWeihekreuzAnkerkreuz



Eisernes Kreuz (1813) 
Eisernes Kreuz (1813)
Das Eiserne Kreuz ist ein schwarzes Kreuz, das Eigenschaften aus dem Tatzenkreuz und Prankenkreuz verbindet.
Bei einem Tatzenkreuz sind die verbreiterten Enden nach innen gekerbt.
Bei einem Prankenkreuz sind die Flanken gerade.
Das Eiserne Kreuz wird als eigenständiges Kreuz angesehen, auch wenn es die gleiche Farbgebung  wie das Ordenskreuz vom Deutschen Orden hat.
Zudem hat es einen etwas nach innen versetzten silbernen Saum. Der überstehende schmale Rand ist ebenfalls silber. Es ist insgesamt in seiner Form auf der Vorderseite und Rückseite dreidimensional auf ein etwas größeres silbernes Eisernes Kreuz aufgesetzt. Als Verzierung hat es auf der Vorderseite im senkrechten Balken oben eine Krone, darunter die jeweiligen Initialen der herrschenden Könige, und unten die jeweilige Jahreszahl der Verleihung, sowie in der Mitte einen dreiblättrigen Eichenlaubzweig. Auf der Rückseite hat es im senkrechten Balken oben eine Krone.

Der Orden Eisernes Kreuz wurde vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. am 10. März 1813 für den Verlauf der Befreiungskriege gegen die Vorherrschaft des napoleonischen Frankreich in Mitteleuropa in drei Klassen gestiftet und von Karl Friedrich Schinkel entworfen.
„Sr. Königl. Maj. haben beschlossen, für die Dauer des jetzigen Krieges eine eigenthümliche Auszeichnung des Verdienstes eintreten zu lassen. Sie soll in einem schwarzen in Silber gefaßten Kreuz aus Gußeisen bestehen, und dessen Vorderseite ganz glatt und ohne alle Inschrift bleiben, die Kehrseite aber zu oberst den Namenszug FW mit der Krone, in der Mitte drey Eichenblätter, unter die Jahreszahl 1813 enthalten. Se. Maj. haben allerhöchstselbst die anliegende Zeichnung davon entworfen, und wünschen eine sauber ausgeführte Zeichnung.“
Seit 1945 wird das Eiserne Kreuz nicht mehr als Verdienstorden verliehen.

Das Eiserne Kreuz hat die HTML-Entität ✠ (✠) und trägt fälschlicherweise die Bezeichnung "Maltese Cross".

Kreuz Erster Weltkrieg
Im 1. Weltkrieg wurde ein schwarzes Eisernes Kreuz mit weißem Saum oder Rand, oder auf eine weiße Fläche in quadrat- oder kreisform, auf die Panzer und Militärflugzeuge des Deutschen Reiches aufgezeichnet. Allerdings gab es auf den Fahrzeugen verschiedene Ausführungen dieses Kreuzes. Im Allgemeinen wurden die Kreuze mit dicken Enden und stark gebogenen Flanken gezeichnet oder mit schlanken Enden und wenig gebogenen Flanken, wobei es bei beiden diesbezüglich künstlerische Freiheiten gab.



Balkenkreuz
Balkenkreuz
Ein Balkenkreuz ist an den Flanken und Enden gerade. Der Pfahl und der Balken sind auf ganzer Länge in einer Breite, sowie gleich lang und zentriert in einem Quadrat.
Ein schwarzes Balkenkreuz wurde vom Militär des Deutschen Reichs von 1917-1919 verwendet.
Ein weißes Balkenkreuz wurde vom Militär des Deutschen Reichs von 1935–1940 verwendet.

Ein rotes Balkenkreuz auf weißem Grund wird im Sanitätsdienst verwendet.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war ein weißes Balkenkreuz an den Panzern und Flugzeugen der Wehrmacht angebracht worden. Dieses Kreuz nutzte der Gegner als Visierhilfe. Nach dem Polenfeldzug wurde auf das weiße Balkenkreuz ein schmäleres schwarzes Kreuz gezeichnet. Dabei blieb ein schmaler weißer Saum an den Flanken in Form von vier Winkeln bestehen. Seltener wurde ein weißer Saum an den Enden gelassen. Bei neuer Anbringung wurden auch nur die weißen Winkel gezeichnet. Später bekamen die äußeren Flanken der weißen Winkel zudem noch einen schwarzen Saum.

Balkenkreuz Zweiter Weltkrieg Version 1Balkenkreuz Zweiter Weltkrieg Version 2Balkenkreuz Zweiter Weltkrieg Version 3


Hoheitszeichen der Bundeswehr
Das Hoheitszeichen der Bundeswehr ist ein Verbund aus Eisernem Kreuz und dem Kreuz der Wehrmacht. Es besteht in dieser Form seit 1956.




(Alle Angaben ohne Gewähr)