Sonntag, 23. Oktober 2016

Grenzschutz-Fliegergruppe Sankt Augustin Hangelar

Die Grenzschutz-Fliegergruppe war eine Einheit des Bundesgrenzschutz. Ihr waren die Grenzschutz-Fliegerstaffeln des Bundesgrenzschutz unterstellt.
2005 wurde die Grenzschutz-Fliegergruppe umgewandelt in Bundespolizei-Fliegergruppe.


Verbandsabzeichen (Wappen) der Grenzschutz-Fliegergruppe Sankt Augustin
Verbandsabzeichen (Wappen) der Grenzschutz-Fliegergruppe Sankt Augustin

Das interne Verbandsabzeichen (Wappen) der Grenzschutz-Fliegergruppe bis 2005
Blasonierung:
Das Wappenschild viermal gespalten in den Farben Gold, Rot, Weiß, Blau, Grün.
Ein Bord in Silber mit schwarzem Schriftzug "GRENZSCHUTZ • FLIEGERGRUPPE", (oben keine Schrift).
Oben im Bord über die Hälfte ihrer Höhe in das Wappenschild ragend eine schwarz gesäumte silberne Fliegerschwinge über die gesamte Breite. (Abzeichen: weiße Fliegerschwinge).
Darunter ein nach (heraldisch) links/hinten stehender gelber Pirol mit schwarzen Flügeln, Schnabel, Schwanz und Füßen. Der Schwanz ragt in das Bord zwischen den Buchstaben Z und S.
Unten ein in Weiß gesäumtes schwarzes taktisches Zeichen für Hubschrauber.

Bedeutung:
Fliegerschwinge: Ein Zeichen der Luftfahrt. Auch Pilotenschwinge genannt. Stilisierte Adlerflügel. In der Heraldik ein Offener Flug.
Pirol: Rufzeichen der Hubschrauberstaffeln des Bundesgrenzschutz / der Bundespolizei.
Taktisches Zeichen für Hubschrauber: Hubschrauberstaffeln.
Die Farben Gold, Rot, Weiß, Blau, Grün: Je eine Farbe steht für eine der 5 Grenzschutzkommandos, mit unterstellten Grenzschutz-Fliegerstaffeln. Die Farben wurden übernommen von der Farbfolge der Preußischen Armee (eingeführt bei der Heeresreform unter Oberst/Generalmajor Gerhard von Scharnhorst, 1806-1808):
Weiß - Rot - Gelb - Blau - Grün - Braun
Weiß - Rot - Gelb - Blau - Grün - Braun
(Braun in der Preußischen Armee erst später eingeführt für Schwere Kompanien; bei der Bundeswehr schwarz)
(Beim BGS kein Braun verwendet, stattdessen Violett (Erikaviolett) und Braunorange als Zusatzfarben)

Die Farben der Grenzschutzkommandos ab 1954:
GSK Süd = Weiß Weiß
GSK Mitte = Rot Rot
GSK Nord = Gelb  Gelb
GSK Küste = Blau Blau
Kommando der Schulen = Grün Grün

Die Farben der Grenzschutzkommandos ab 1975:
GSK Süd = Weiß Weiß
GSK Mitte = Rot Rot
GSK Nord = Gelb Gelb
GSK Küste = Blau Blau
GSK West = Grün Grün
GS-Schulen = Violett (Erikaviolett)

Die Farben der Grenzschutzpräsidien ab 1992:
GS-Präsidium Süd = Weiß Weiß
GS-Präsidium Mitte = Rot Rot
GS-Präsidium Nord = Gelb Gelb
GS-Präsidium Küste = Blau Blau
GS-Präsidium West = Grün Grün
GS-Präsidium Ost = Braunorange
GS-Schulen = Violett (Erikaviolett)

Die Farben der Grenzschutzpräsidien ab 1998:
GS-Präsidium Süd = Weiß Weiß
GS-Präsidium Mitte = Rot Rot
GS-Präsidium Ost = Gelb Gelb
GS-Präsidium Nord = Blau Blau
GS-Schulen = Violett (Erikaviolett)

Die Grenzschutz-Fliegerstaffeln, die einem Grenzschutzpräsidium mit anderer Zusatzbezeichnung unterstellt wurden, legten neue Verbandsabzeichen an, bei denen vorhandener Text, der in den bisherigen Verbandsabzeichen vorhanden war, entfernt wurde. Das Aussehen und die Farben ihrer Verbandsabzeichen blieben ansonsten gleich.

Die Farben der Bundespolizei ab 2005:
Bundespolizeiakademie (Lübeck) =  = Violett (Erikaviolett)

Mit der Umgliederung in Bundespolizei bestehen statt der 4 Grenzschutzpräsidien 8 Bundespolizeidirektionen. Damit geht die Farbverteilung nicht auf.

Die Bundespolizei-Fliegergruppe hat ein neues Verbandsabzeichen (Wappen) eingeführt.

Die Fliegerstaffeln haben die Farben ihrer ehemaligen Grenzschutzkommandos beibehalten.
Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim = Weiß Weiß (BPOLFLS OBS)
Bundespolizei-Fliegerstaffel Sankt Augustin = Rot Rot (BPOLFLS SAT)
Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal = Rot Rot (BPOLFLS FDT)
Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg = Gelb Gelb (BPOLFLS BLU)
Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf = Blau Blau (BPOLFLS FUD)

Das interne Verbandsabzeichen (Wappen) der Grenzschutz-Fliegergruppe bis 2005 mit Unterschieden
Aufnäher:
- Mit Schriftzug "BUNDESGRENZSCHUTZ-FLIEGERGRUPPE"
- Mit goldener Fliegerschwinge und mit Schriftzug "BUNDESPOLIZEI-FLIEGERGRUPPE"


Das interne Verbandsabzeichen (Wappen) der Bundespolizei-Fliegergruppe Sankt Augustin (BPOLFLG SAT) ab 2005
Blasonierung:
Ein silbernes Bord mit schwarzem Schriftzug "BUNDESPOLIZEI-FLIEGERGRUPPE", (oben keine Schrift).
Oben eine schwarz abgesetzte silberne Fliegerschwinge über die gesamte Breite.
Schild in Blau mit oben einem nach (heraldisch) rechts/vorne fliegenden gelben Pirol mit weißen Flügeln und Krallen zur Landung angesetzt, darunter (heraldisch) rechts/vorne eine weiß gesäumte blaue Europaflagge, die mit 3 weißen Bändern (2 sichtbar) an einer auf 10 Uhr stehenden goldenen Fahnenstange mit Spitze befestigt ist und (heraldisch) rechts/hinten ein nach (heraldisch) links/hinten gekipptes und gekerbtes Wappenschild mit Balken in Deutschland-Farben, das die Europaflagge überdeckt, so dass nur 8 und ein halber der 12 Sterne zu sehen sind.

Chronik

1951: Gründung der Grenzschutzabteilung Bau (motorisiert), (GSA Bau; GSAB)
kurz darauf: Umbenennung in Grenzschutzabteilung Technisch - Mitte (GSA T Mitte) mit Unterstellung zum Grenzschutzkommando Mitte.

1955: Aufstellung der Grenzschutz-Fliegergruppe Sankt Augustin am Flugplatz Bonn/Hangelar in Sankt Augustin-Hangelar.

1970: Aufstellung der Grenzschutzabteilung "Bonn" (GSA Bonn)

1975: Einrichtung des Grenzschutzkommando West (GSK West) und der Grenzschutzverwaltung West (GSV West) in Bonn in der Villemombler Straße, mit Grenzschutzabteilung Technisch West (GSA T West; ehem. GSA T Mitte), Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) und Grenzschutz-Fliegergruppe West.

1986: Umbenennung der GSA Bonn in Grenzschutzabteilung West 1 und Umbenennung der GSA T West in Grenzschutzabteilung West 2.

1992: Zusammenlegung von GSK West und GSV West zu Bundesgrenzschutzpräsidium West.

1994: Aufstellung der Grenzschutzgruppe Bonn (GSG Bonn)

1998: Umgliederung der GSG Bonn in Bundesgrenzschutzabteilung Sankt Augustin und Aufstellung der Grenzschutz-Fliegerstaffel West (Sankt Augustin) durch Ausgliederung der Stabs- und Ausbildungstaffel aus der Grenzschutz-Fliegergruppe West (Sankt Aukustin).

2000: Umzug aller Einheiten von Bonn zum Flugplatz Bonn/Hangelar in Sankt Augustin-Hangelar.

2005/8: Umbenennung/Umgliederung der Einheiten in:
Bundespolizeipräsidium (Potsdam)
- Bundespolizeidirektion Sankt Augustin (BPOLD Sankt Augustin)
- Direktion Bundesbereitschaftspolizei Fuldatal
-- Bundespolizeiabteilung Sankt Augustin (BPOLABT Sankt Augustin)
- Bundespolizei-Fliegergruppe Sankt Augustin (BPOLFLG STA) [Neues internes Verbandsabzeichen]
--- Bundespolizei-Fliegerstaffel Sankt Augustin (BPOLFLS STA)
- GSG 9 der Bundespolizei (GSG 9 BPOL, Sankt Augustin)
[es gibt noch mehr Einheiten in Sankt Augustin]

Zivilschutz-Hubschrauber Christoph:
Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf: Hannover (Christoph 4), Siblin (Christoph 12), Bielefeld (Christoph 13) und Hamburg (Christoph 29)
Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg: Güstrow (Christoph 34) und Brandenburg (Christoph 35)
Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal (BPOLFLS FDT): Frankfurt/Main (Christoph 2) und Kassel (Christoph 7),
Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim: Traunstein (Christoph 14) und Kempten (Christoph 17)
Bundespolizei-Fliegerstaffel Sankt Augustin (BPOLFLS STA): Köln (Christoph 3) und Duisburg (Christoph 9)




Weitere Schreibweisen:
Bundesgrenzschutzfliegergruppe St. Augustin
Bundesgrenzschutz-Fliegergruppe St. Augustin
Grenzschutzfliegergruppe St. Augustin
Grenzschutz-Fliegergruppe St. Augustin
Bundespolizei-Fliegergruppe St. Augustin
Bundespolizeifliegergruppe St. Augustin


(Alle Angaben ohne Gewähr)