Mittwoch, 18. November 2015

Vorsicht bei Creative Commons Lizenz

Wikipedia ist sehr verführerisch. Es nutzt die Gunst von Leuten, die gerne hilfreich sein wollen. Sodann werden diese bei Wikipedia aktiv. Sie fangen an Artikel zu korrigieren, dann selbst zu verfassen und letztendlich auch eigene Fotos zur Verfügung zu stellen. Dabei wird leicht außer Acht gelassen, dass dies alles ein Geschenk ist, das andere legal kommerziell verwerten dürfen. Sie arbeiten also völlig kostenlos. Sie arbeiten nicht nur kostenlos, sondern sammeln Informationen, die andere außerhalb von Wikipedia erstellt haben und verwenden diese ohne Genehmigung des Urhebers auf Wikipedia. Dazu bedienen sie sich der Möglichkeit, dass vieles keinen Schutz genießt, oder anderweitig erlaubt ist. Wenn sich also einer die Mühe gemacht hat, Informationen zu einer Sache zusammenzutragen und zu veröffentlichen, genießt dies keinen Schutz und kann von jedem verwendet werden. Wikipedia unterstützt dies, in dem diese Informationen dort nicht nur verwendet, sondern gleich unter eine Creative Commons Lizenz zur kommerziellen Verwertung gestellt werden. Kleineren Webseitenbetreibern werden somit die eventuellen exklusiven Informationen abgesaugt. Sie gehen also leer aus und wären besser daran es gleich zu lassen, oder die Informationen mit Vorkasse anzubieten. Denn kommerziell kann sie nach Veröffentlichung jeder verwerten. Eine Unterstützung erfährt das Ganze durch Wikipedia.

Die Verwendung einer Creative Commons Lizenz ist nicht rückgängig zu machen. Sie gilt für immer und überall. Sie ist weder zeitlich noch räumlich und auch nicht virtuell beschränkt.

Auszug aus der Creative Commons Lizenz:
3. Einräumung von Nutzungsrechten
„Unter den Bedingungen dieser Lizenz räumt Ihnen der Lizenzgeber [Urheber] ... das vergütungsfreie, räumlich und zeitlich unbeschränkte einfache Recht ein ...“

Bei Wikipedia und deren Verbund-Seiten muss immer eine Lizenz, die eine kommerzielle Nutzung gewährleistet, benutzt werden. Unter diesen Umständen bleibt vom Urheberrecht nur noch das Namensrecht übrig, dass eine Erwähnung des Urhebers in oder neben dem Foto gewährleistet. Es ist sogar so, dass mit solch einer Lizenz der Name neben dem Foto nicht mehr wegzumachen ist. Davon befreien würde nur eine Lizenz, die das Foto als »gemeinfrei« deklariert, was allerdings auch strittig ist. Ein Foto mit einer Creative Commons Lizenz darf auch unter nicht gewünschten Umständen und gegen den Willen des Urhebers veröffentlicht werden. Der Name eines Urhebers kann somit unter Umständen in Misskredit gezogen werden. Eine Creative Commons Lizenz beschränkt sich nicht auf einen Nutzerkreis wie Wikipedia und deren Verbund-Seite, sondern gilt unbegrenzt.
Bei einem Foto, dem keine besondere Lizenz gegeben wird, gilt das Urheberrecht ohne besondere Erweiterungen. Der Urheber hat alle Rechte am Foto (Werk). Ausgenommen davon sind Rechte, die anderweitig geschützte Inhalt des Fotos betreffen.

Das weitverbreitete Copyright-Zeichen © besagt nur, dass ein Foto unter dem Urheberrecht steht, was es sowieso tut, auch mit Creative Commons Lizenz oder auch als gemeinfrei. Creative Commons ist kein Gesetz, sondern nur eine Lizenz, die Rechte gewährt. © Copyright heißt nichts anderes als Kopierrecht und meint das Urheberrecht. Inwieweit Rechte am Foto gelten, wird dadurch nicht geregelt. Dafür ist zusätzlich ein »All rights reserved«, oder auf Deutsch ein »Alle Rechte vorbehalten« notwendig.

© All rights reserved
© Alle Rechte vorbehalten



Ausschluss-Klausel: Dies ist keine Rechtsberatung. Dies ist nur eine laienhafte Mindermeinung über die Sachlage. Die hier zu empfangenden Informationen werden unter Ausschluss jeglicher Garantie und Gewährleistung angeboten. Es wird keine, bzw. es kann keine Verantwortung für die dargestellten Informationen übernommen werden. Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität.
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Genehmigungsfreies Fotografieren – Panoramafreiheit

Es sind viele falsche Fakts über das Urheberrechtsgesetz (UrhG) im Umlauf, die von einigen Fotografen intensiv unterstützt werden, nach dem Motto, ein Rechtsstreit soll das UrhG zu ihren Gunsten lockern. Sie wollen also Opfer finden, die einen Rechtsstreit auf Grundlage ihrer Meinung austragen. Dabei ist gerade das UrhG eindeutig ausgelegt. Es passt ihnen nur nicht in den Kram.
Andere wiederum meinen, dass sie einfach machen und solange sich keiner beschwert, wäre es genehm. Das kann sehr unangenehm ausgehen.

Ein weit verbreitetes Problem bei der gewerblichen / kommerziellen Nutzung von Fotos ist, dass viele sich auf Wikimedia oder ähnliche Fotohoster verlassen. Die Fotos auf Wikimedia können laut der dort benutzten Lizenz kommerziell verwertet werden. Aber zum Teil werden dort Fotos mit entsprechender Lizenz nur von anderen Seiten gegrabbt. Manche Quellen ändern ihre Lizenz, auch wenn das rein rechtlich nicht möglich ist. Dann wird die Angelegenheit schwammig. Das ist das eine Problem.

Die meisten Probleme bestehen bei kommerzieller Verwertung von Fotos, manchmal aber auch schon bei einer reinen Veröffentlichung. Das trifft zum Beispiel auf Wikimedia zu, im Bezug auf die Lizenz, die dort gewählt werden muss - kommerzielle Nutzung muss erlaubt sein. Dass benötigt in allen Fällen, in denen Fotos, deren Fotografier-Standort sich außerhalb von den dem Gemeingebrauch gewidmeten öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen (§ 59 UrhG) befindet, eine Genehmigung. Das Missverständnis tritt auf, weil Fotografen meinen, was öffentliche Wege, Straßen oder Plätze sind, bestimmen sie. Da liegen sie falsch. Was öffentliche Wege, Straßen oder Plätze sind, steht in den Straßenordnungen der einzelnen Bundesländer und wird auch im Straßengesetz erwähnt.
„Öffentliche Straßen im Sinne dieses Gesetzes sind Straßen, Wege und Plätze, die dem öffentlichen Verkehr gewidmet sind.“
Quelle: § 2 Straßengesetz
Zusammengefasst sind "öffentliche" Wege, Straßen oder Plätze solche, die dem Gemeingebrauch gewidmet sind - Straßenwidmung. Eine Widmung ist ein bürokratischer Akt. Interessant ist dabei, dass z. B. Baustellen, insbesondere öffentliche Wege, Straßen und Plätze, die sich im Bau befinden, während der Bauzeit von der Widmung enthoben sind, also nicht (mehr) rechtlich öffentlich sind. Ein barrierefreier Zugang zu Wegen, Straßen und Plätzen ist kein Indiz für deren Widmung zum Gemeingebrauch.
"Widmung ist eine Allgemeinverfügung, durch die Straßen, Wege und Plätze die Eigenschaft einer „öffentlichen Straße“ erhalten."
"Wenn eine Straße neu gebaut wird, ist sie im rechtlichen Sinne zunächst eine Privatstraße."

"Die Widmung kann inhaltlich auf bestimmte Benutzungsarten (zum Beispiel Fußgängerverkehr), Benutzungszwecke (zum Beispiel Schulweg), Benutzerkreise (zum Beispiel Anlieger) oder in sonstiger Weise (zum Beispiel zeitliche Begrenzung der Nutzung) beschränkt werden."

"Die Benutzung der öffentlichen Straße über den Gemeingebrauch hinaus und unabhängig vom Anliegergebrauch ist zulässig (Sondernutzung), allerdings ist eine Genehmigung notwendig."

"Die Antragsteller haben bei öffentlichen Straßen – anders als bei privaten Straßen – einen Anspruch auf Genehmigung, sofern keine Gründe der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dagegen stehen."
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Straßenwidmung
Gebiete (Gebietskörperschaften), die sich in öffentlicher Hand befinden, sind nicht automatisch dem Gemeingebrauch gewidmet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Öffentliche_Hand
"Das Werk muss sich an einem öffentlichen Weg, einer öffentlichen Straße oder einem öffentlichen Platz befinden. Öffentlich sind solche Gebiete, die dem Gemeingebrauch gewidmet wurden, selbst wenn sie nicht im Eigentum der öffentlichen Hand stehen. Umgekehrt liegt kein öffentliches Gelände vor, wenn das Gebiet im Eigentum der Gemeinde oder des Landes liegt, aber nicht dem Gemeingebrauch gewidmet wurde."
Quelle: Urheberrecht (Dreyer/Kotthoff/Meckel) https://books.google.de/books?id=5-LiPVMAvn8C
Es ist nicht jeder öffentlich zugängliche Weg, Straße und Platz, in Parks, Naturschutzgebieten (NSG), Landschaftsschutzgebieten (LSG) und Nationalparks oder ähnlich dem Gemeingebrauch gewidmet und somit rechtlich »öffentlich«. Welche Wege, Straßen und Plätze dem Gemeingebrauch gewidmet sind, ist bei den Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden, Liegenschaftsfonds, etc.) zu erfragen.

Für Wald, Wiesen und Flur und sogar Eisflächen gelten Betretungsrechte. Auch hier ist eine kommerzielle Verwertung von Fotos nicht pauschal genehmigungsfrei, die dort erstellt wurden. Es kann aber sein, dass nur eine Gestattungspflicht gilt. Streng genommen gilt diese dort auch für rein private Fotografie und insbesondere für die nicht-kommerzielle Veröffentlichung.

Es gilt in diesem Bezug immer der Fotografier-Standort, nicht was auf dem Foto abgebildet ist. Davon ausgenommen bleiben Privatrechte, Persönlichkeitsrechte und anderweitige Rechte.

Das Problem bei Wikimedia ist, dass diese Genehmigungen auf der Webseite nicht einsehbar sind. Erst recht nicht bei gegrabbten Fotos.

Allgemeingültige Fotografier-Regel für Deutschland:
Das Fotografieren in Deutschland ist von Wegen, Straßen und Plätzen genehmigungsfrei erlaubt, wenn diese Wege, Straßen und Plätze dem Gemeingebrauch gewidmet sind und wenn das Fotografieren dort nicht störend auf die "Kommunikation" wirkt.
"Kommunikation" meint Fortbewegung und Meinungsaustausch.
"Aus der Funktion der Straße als Forum der Kommunikation ergibt sich eine Grenze dort, wo nicht mehr der Meinungsaustausch, sondern das gewerbliche oder geschäftliche Interesse des einzelnen im Vordergrund steht"
Quelle: http://www.damm-legal.de/olg-duesseldorf-verteilung-von-werbung-in-form-der-anbringung-an-parkende-autos-kann-als-sondernutzung-im-strassenverkehr-ordnungswidrig-sein
Die Panoramafreiheit gilt nur von öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen aus.

Das Fotografieren, die Fotos veröffentlichen und die Fotos verkaufen sind 3 getrennte und streng verschiedene Angelegenheiten.

Grundsätzlich muss zwischen Fotografieren und Verwerten unterschieden werden. Es kann nicht-kommerziell fotografiert werden und erst später können die Fotos kommerziell verwertet werden. Dann muss im Nachhinein nach einer Genehmigung zur Veröffentlichung / Verwertung gefragt werden, wenn der Fotografier-Standort sich außerhalb von öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen befunden hat. Hier gilt zudem der Zeitpunkt, an dem das Foto erstellt wurde. Es kann nämlich sein, dass ein Fotografier-Standort zu einem früheren Zeitpunkt noch kein rechtlich öffentlicher war.

Es gibt eine Regelung, welche die Störung im rechtlich öffentlichen Raum beim Fotografieren betrifft. Beim kommerziellen und auch nicht-kommerziellen Fotografieren auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen richtet sich die Notwendigkeit nach einer Genehmigung nach dem Störfaktor. Hier ist es ähnlich wie mit der Erregung öffentlichen Ärgernisses (§ 183a StGB). Gibt es keinen Gestörten, so gibt es keine Störung. Aber Vorsicht! Gibt es keine Störung, so ist nicht automatisch keine Genehmigung notwendig. Es gibt auch Regelungen, die eine Gestattung erfordern. Das heißt, es muss gefragt werden, aber es wird genehmigt, also nicht abgelehnt. Wirkt das Fotografieren störend, so muss eine Sondernutzung beantragt werden. Diese muss beim Eigentümer oder Verwalter beantragt werden (Gebietskörperschaften, etc.).
"Der Gemeingebrauch umfasst in erster Linie den Verkehr im engeren Sinne, d. h. im Sinne von Fortbewegung, Ortsveränderung, Transport. Bei bestimmten öffentlichen Straßen, vor allem Fußgängerzonen, tritt hierzu der sog. "kommunikative Gemeingebrauch"."

"Jede über den Gemeingebrauch hinaus gehende Nutzung stellt eine Sondernutzung dar."

"Bloße Meinungsäußerungen durch Verteilen von Schriften oder Handzetteln, durch Gespräche etc. ohne technische Hilfsmittel wie Infostände oder Plakatständer fallen dagegen im Allgemeinen unter den Gemeingebrauch."

"Für Sondernutzungen, durch die der Gemeingebrauch nicht beeinträchtigt wird, ist eine privatrechtliche Gestattung erforderlich."
Quelle: http://www.eap.bayern.de/formalitaeten/leistungsbeschreibung/79109624320?anliegen=1333254171&dienstleistung=38332715133&nationalitaet=1333254171
Google Streetview konnte genehmigungsfrei gewerblich / kommerziell fotografieren, weil damit gegen keine Regelung, keine Ordnung und kein Gesetz verstoßen wurde. Das Fotografieren geschah auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen und war nicht störend, da die Wege, Straßen und Plätze zur Kommunikation in Form von Fortbewegung genutzt wurden, ebenso wie alle anderen Firmen diese zum Transport ihrer Güter benutzen und ähnlich.

Google schreibt:
"Waren die Fahrten für Street View eine Sondernutzung im Sinne des Straßenrechts?
Die Street View Fahrzeuge nahmen bei den Aufnahmen wie alle anderen Verkehrsteilnehmer am Straßenverkehr teil, ohne diesen zu behindern. Die Fahrten waren daher straßenrechtlicher Gemeingebrauch und keine Sondernutzung, wie zahlreiche wissenschaftliche Stellungnahmen zu diesem Aspekt von Street View bestätigen"
Quelle: https://maps.google.com/intl/de/help/maps/streetview/privacy.html
Ein Urteil des VG Karlsruhe von 1999 zählt schon "ein Anhalten zum Zwecke des Fotografierens" als "Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer". Allerdings wägt es ab: Fotografieren "sei im Rahmen einer fortgeschrittenen Mediengesellschaft und damit verbundener Bildberichterstattungen ein täglicher, verkehrsüblicher Vorgang." Worunter hauptsächlich Medienjournalismus fallen dürfte und nicht die private gewerbliche/kommerzielle Fotografie.
Quelle: http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/ist-google-streetview-eine-sondernutzung/2431/

Alle kommerzielle Fotografie außerhalb von öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen ist von dieser Störungs-Regelung ausgenommen und immer genehmigungspflichtig. Es gibt aber meistens vordefinierte Regelungen. Hierzu zählen insbesondere Friedhöfe und Parkanlagen, in denen keine Wege, Straßen und Plätze dem Gemeingebrauch gewidmet wurden. Es können allerdings auch Privatwege dem Gemeingebrauch gewidmet worden sein. Die Gemeinden müssen bemüht sein, dass Sachen von öffentlichem Interesse auch öffentlich zugänglich gemacht werden. Hier trifft der völlig rechtskonforme Fall des Urteils über das Fotografieren in den Preußischen Schlössern und Gärten zu. Dort sind keine Wege, Straßen und Plätze dem Gemeingebrauch gewidmet, also ist dort für kommerzielles Fotografieren und die kommerzielle Verwertung von Fotos sowie das Veröffentlichen von Fotos, die dort erstellt worden sind, immer eine Genehmigung notwendig. Die Parks sind zwar öffentlich erreichbar, aber selbst nicht rechtlich öffentlich. Allerdings haben sie vordefinierte Regelungen und Parkordnungen.

Eine Besonderheit stellt das Fotografieren in einer Mietwohnung, oder allgemein in gemieteten Räumen und auf gemieteten Flächen dar. Hier ist meist eine kommerzielle Nutzung erlaubt, kann aber bei intensiver kommerzieller Nutzung mit der Baunutzungsverordnung (BauNVO) kollidieren (Wohngebiet, Industriegebiet, Mischgebiet). Das Fotografieren kann sich allerdings auf die Mieträume und Mietflächen beschränken und im Treppenhaus, im Keller, auf dem Dachboden sowie im Garten und ähnlich genehmigungspflichtig sein. Dies richtet sich nach dem Sondernutzungsrecht, mittels dem die Nutzung dieser Flächen geregelt ist. Ist eine Mitbenutzung des Gartens im Mietvertrag verankert, so schließt der Mietvertrag den Garten mit ein. Das kommerzielle Fotografieren, bzw. die kommerzielle Verwertung der Fotos ist dann dort genehmigungsfrei. Allerdings gilt hier auch die Störer-Regelung. Interessant im Bezug zum Sondernutzungsrecht ist, das Hauszugangswege und auch Garageneinfahrten nicht rechtlich öffentlich sind.

Der Begriff »kommerziell« bezieht sich auf Einnahmen, die mittelbar oder unmittelbar mit dem Foto erzielt werden. Unmittelbar ist z. B. Werbung neben dem Foto auf einer Webseite. Einnahmen sind kein Gewinn, also zählen schon ab dem 1. Cent der eingenommen wird, auch wenn damit nur die Kosten gedeckt werden. Gewerblich meint eine Gewinnerzielungsabsicht, also schon die Absicht Einnahmen zu erzielen, bevor diese überhaupt eingenommen wurden und eventuell gar nicht eingenommen werden.

Es gilt die Devise: Fragen kostet nichts.
Die Vereinbarungen sind von Fall zu Fall individuell anders.
Was bei dem einen gilt, muss nicht bei einem anderen gelten. Jeder Gebietskörperschaft ist eine individuelle Regelung gestattet, sowohl was eine Veröffentlichung und/oder Verwertung betrifft, als auch die eventuellen Preise.

Unberührt von diesen Informationen bleibt das Recht an urheberrechtlich anderweitig geschützten Werken und durch das Persönlichkeitsrecht geschützte Personen, die auf einem Foto zu sehen sind.
Naturdenkmäler sind keine "Werke". Landschaftsgestaltung ist davon allerdings betroffen, müsste aber eine Schöpfungshöhe nachweisen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schöpfungshöhe

Nicht bleibende Werke sind geschützt (siehe Reichstagsverhüllung) und sind nicht genehmigungsfrei. Graffitis werden als bleibende Werke kategorisiert und sind an öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen genehmigungsfrei zu fotografieren. Problematisch wird es bei Designs mit Musterschutz und ähnlichem, wie bei Autos und Zügen. Diese können anderweitig geschützt sein, auch wenn sie rein rechtlich als Werke an öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen genehmigungsfrei fotografiert werden dürften.

Unberührt bleibt die Fotografie für rein private Zwecke. Darunter zählen auch nicht-kommerzielle Veröffentlichungen auf Webseiten mit streng eingeschränktem Nutzerkreis.

Was hier für Fotos erläutert wurde, gilt genauso für Video und Film, bzw. allen Abbildungsverfahren.



Ausschluss-Klausel: Dies ist keine Rechtsberatung. Dies ist nur eine laienhafte Mindermeinung über die Sachlage. Die hier zu empfangenden Informationen werden unter Ausschluss jeglicher Garantie und Gewährleistung angeboten. Es wird keine, bzw. es kann keine Verantwortung für die dargestellten Informationen übernommen werden. Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität.
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Dienstag, 10. November 2015

Ist der Homo sapiens eine Sackgassen-Spezies?

Der Homo sapiens ist die einzige rezente Population der Gattung Homo.

Vor Kurzem wurde ein neuer Urmensch namens »Homo naledi« gefunden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es eine Zwischen-Art zwischen Australopithecus und Homo sapiens ist. Der »Homo naledi« sei aber eine Art der Gattung Homo.

Eine vage Theorie besagt: Der Homo sapiens sei aus einer Vermischung mehreren Vor-Arten der Gattung Homo entstanden. In der Arten-Theorie wird dies durch die Hybriden-Theorie erklärt. Natürliche Hybride sind bei Tieren zum Beispiel das Wisent. Das Wisent sei eine Mischung aus Bison und Auerochse.

Zwischen Neandertaler/Cro-Magnon-Mensch/Homo sapiens hat es Fortpflanzung/Vermehrung gegeben. Der Neandertaler wird aber in eine andere Art, als Cro-Magnon-Mensch und Homo sapiens, kategorisiert. Bei Cro-Magnon-Mensch und Homo sapiens ist man sich mittlerweile sicher, dass es keine verschiedenen Arten sind.
Die Orang Utans gehören der Gattung Pongo an. Der Sumatra-Orang-Utan und der Borneo-Orang-Utan werden in verschiedene Arten kategorisiert.
Die Kategorisierung der Lebewesen nennt sich Taxonomie. Im Englischen bedeutet das Wort taxon im botanischen Sprachgebrauch auch Sippe. Das Wort Sippe soll in der Biologie die Verwandtschaft darstellen. Bei den Möwen wird der Begriff Sippe auch für Population verwendet. Populationen entstehen durch räumliche oder zeitliche Distanz und den dort vorherrschenden Lebensbedingungen, die auf die Population einwirkt und sie dadurch von anderen Populationen unterscheidet.
Die vier heute lebende Gattungen in der Familie der Menschenaffen (Hominidae) sind Gorillas, Schimpansen (Pan), Menschen (Homo) und Orang-Utans (Pongo). Diese sind reproduktiv isoliert. Die Gattungen haben jeweils keine Unterkategorisierung in Arten, wie es derzeit wissenschaftlich behauptet wird, sondern haben nur verschiedene Populationen. Am Beispiel der Hominini, einem Tribus (Rang) der Familie der Menschenaffen (Hominidae), wird dies deutlich.

Neue Taxonomie
Eine Taxonomie einiger Populationen vom Tribus Hominini:

Klassifikation: Lebewesen
Domäne: Eukaryoten (Eukaryota)
ohne Rang: Amorphea
ohne Rang: Opisthokonta
ohne Rang: Holozoa
ohne Rang: Vielzellige Tiere (Metazoa)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Überstamm: Neumünder (Deuterostomia)
Stamm: Chordatiere
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)

Amnioten (Amniota)
Klasse: Säugetiere
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires

Primatomorpha
Ordnung: Primaten
Unterordnung: Trockennasenprimaten (Haplorrhini)
Teilordnung: Affen (Anthropoidea)

Altweltaffen (Catarrhini)
Überfamilie: Menschenartige (Hominoidea)
Familie: Menschenaffen (Hominidae)


Tribus: Hominini
Gattung: Sahelanthropus Hominini
Population: Sahelanthropus tchadensis


Tribus: Hominini
Gattung: Orrorin Hominini
Population: Orrorin tugenensis


Tribus: Hominini
Gattung: Ardipithecus Hominini
Population: Ardipithecus
Sorte: Ardipithecus kadabba
Sorte: Ardipithecus ramidus


Tribus: Hominini
Gattung: Kenyanthropus Hominini
Population: Kenyanthropus platyops


Tribus: Hominini
Gattung: Paranthropus Hominini
Population: Paranthropus
Sorte: Paranthropus aethiopicus
Sorte: Paranthropus boisei
Sorte: Paranthropus robustus


Tribus: Hominini
Gattung: Australopithecus Hominini
Population: Australopithecus
Sorte: Australopithecus anamensis
Sorte: Australopithecus afarensis
Sorte: Australopithecus deyiremeda
Sorte: Australopithecus africanus
Sorte: Australopithecus bahrelghazali
Sorte: Australopithecus garhi
Sorte: Australopithecus sediba

Zu den Hominini zählen die Populationen der ausgestorbenen, und fälschlicherweise jeweils eigene Gattung bildenden, Sahelanthropus, Orrorin, Ardipithecus, Australopithecus/Kenyanthropus und Paranthropus. Diese sind keine eigenen Gattungen, sondern nur mehrere Populationen in der Entwicklungsgeschichte des Homo vom Pan, die sich unterschiedlich entwickelt haben. Ihnen kann kein Status einer eigenen Gattung zugesprochen werden. Sie sind vielmehr Zwischen-Gattungen, bzw. Entwicklungsstadien. Der Begriff Hominini, als Zwischen-Gattung von Pan zu Homo, beschreibt den Status als Gattung perfekt. Nur müsste nun die Gattung Homo aus der Gattung Hominini herausgenommen werden. Dies aber nur vorübergehend, bis die Gattung Homo auch nur noch eine Zwischen-Gattung zu einer zukünftigen höher entwickelten Gattung ist und sodann zur Gattung Hominini eingestuft werden kann.

Worldmap - Fossile Funde aus der Ordnung der Primaten
Fossile Funde aus der Ordnung der Primaten
Die These der verschiedenen Populationen anstatt Arten wird an den Fundstellen der Fossilien verdeutlicht. Eine Kladistik darf zudem die Variabilität einer Population nicht außer Acht lassen. Die Variabilität einer Population erlaubt keine Kladistik. Die Variabilität bedingt wiederum eine Entwicklung, die ebenfalls keine Kladistik erlaubt. Wenn zwei verschiedene Populationen, die aus einer gemeinsamen Population hervorgegangen sind, Einfluss aufeinander haben, erlaubt dies keine Kladistik der verdrängten Population, sondern die verdrängte Population reiht sich in den Entwicklungsablauf der überlebenden Population als Variabilität ein. Dies gilt auch, wenn die beiden Populationen sich auseinanderentwickelt haben. Da bei den ausgestorbenen Hominini ein Verdrängen nur eine Vermutung ist, ist dies auch auszuschließen. Was bleibt ist eine Entwicklungslinie ohne Kladistik.

Entwicklung und Verteilung des Homo
Die fossilen Populationen sind ausgestorben, weil sich die Populationen verschieden entwickelten und die am weitesten entwickelte die anderen durch Vermischung in ihre Population aufnahmen. Immer die am weitesten entwickelte Population dehnt sich räumlich am weitesten aus und übernimmt sozusagen die anderen Populationen. Ein Aussterben kommt in Frage, wenn eine Population in irgendeiner aggressiven Art verdrängt worden wäre. Auch eine reproduktive Isolation kann bei der Aufnahme einer kleineren Population in eine größere die Ursache des Aussterbens sein. Gerade bei den Hominini, die zu ihrer Zeit eine der am weitesten entwickelten Säugetiere waren und bis heute sind, ist ein Aussterben unwahrscheinlich. Ein Aufnehmen und damit Untergehen in eine weiterentwickelte Population ist auch mit reproduktiver Isolation plausibler. Die Population der Neandertaler ging in der Population der Homo sapiens unter. Die Populationen der Hominini gingen in der Population der Homo unter. Die Population des Homo naledi ging in der von Homo rudolfensis und Homo habilis unter. Diese beiden vermischten sich wiederum mit denen zu ihrer Zeit lebenden Populationen zum Homo ergaster. Homo ergaster entwickelte und vermischte sich zum Homo erctus und dieser zum Homo sapiens.
Der Dali-Mensch (Homo sapiens daliensis, vor ~280.000 Jahren, China) stellt anatomisch eine Zwischenform von Homo erectus und Homo sapiens dar. Der Homo sapiens besiedelte Asien erst vor ~40.000 Jahren.

Worldmap - Verteilung der Heringsmöwe und der Silbermöwe
Verteilung der Heringsmöwe und der Silbermöwe
Bei der Gattung Larus der Familie Möwen wurde die Vermutung auf eine Ringspezies (Ringart) bereits widerlegt.
„So gab es vermutlich zwei Refugien [Nordatlantik und Kaspiregion], aus denen sich zum einen die Silbermöwe und die verwandten Arten Mantelmöwe, Mittelmeermöwe und Armeniermöwe entwickelten, sowie auf der anderen Seite Steppenmöwe und Heringsmöwe und ostwärts anschließend Ostsibirienmöwe, Kamtschatkamöwe und Amerikanische Silbermöwe.“ (Wikipedia)
Bei den Möwen wird einerseits bereits von Sippen gesprochen, aber gleichzeitig der Fehler begangen, alle Sippen in Arten zu kategorisieren. Einige Unterarten verschiedener Möwen-Arten werden derzeit als Hybriden zweier Arten definiert, damit diese Fehl-Kategorisierung wieder passt.
Richtiger wäre: Alle Möwen der Gattung Larus gehören lediglich verschiedenen Populationen an. Die Möwen-Populationen sind so wie die Populationen des Homo nur verschiedene Populationen einer Gattung, die sich auseinander- und/oder weiterentwickelt haben. Wegen der räumlichen Distanz mangelt es bei den Möwen an einer genügenden Vermehrung untereinander, so dass sich die Populationen auseinander entwickeln. Bei den Homo gab es sowohl räumliche als auch zeitliche Distanz, die in Betracht gezogen werden muss.

Zeittafel fossiler Individuen aus der Ordnung der Primaten
Zeittafel fossiler Individuen aus der Ordnung der Primaten
Bei der Gattung Homo ist davon auszugehen, das sich alle Populationen untereinander vermehrten und deswegen ältere Formen, die heute gefunden werden, durch neuere (weiterentwickelte) verschwanden. Eine Ausnahme könnte sein, dass reproduktiv isolierte Populationen, die wegen ihrer Isolation in der Menge der anderen Populationen untergegangen sind, dadurch ausstarben. Der Zyklus ist wie bei der menschlichen Entwicklungspsychologie als eine Entwicklungsbiologie des Menschen mit verschiedenen Entwicklungsstadien zu begreifen. Die Biologie des heutigen Menschen ist auch der Vermehrung der verschiedenen Populationen miteinander, die sich zuvor auseinanderentwickelt hatten, zu verdanken. Die Ursachen der Auseinanderentwicklung sind einerseits räumliche Distanz und das Leben in unterschiedlichen Lebensräumen, das eine unterschiedliche Entwicklung der Kultur ermöglichte. Die Kultur blieb entweder gleich, oder sie spezialisierte sich und schuf somit einen Unterschied, der eine Auseinanderentwicklung bewirkte, bzw. eine neue Population entstehen lies. Mit einer Vermehrung bei Kontakt verschiedener Populationen wurden die verschiedenen spezialisierten Kulturen vermischt und somit weiterentwickelt.

Zeittafel fossiler Individuen aus der Ordnung der Primaten
Die Entwicklung einer Population hat ihren Ursprung in der Anpassung an den Lebensraum. Ein Lebensraum bietet begrenzte Verhaltensweisen. Eine optimale Anpassung an einen Lebensraum kann einerseits auf diesen eingrenzend wirken, oder erweiternd, wenn dieser optimal genutzt wird. Eine optimale Nutzung des Lebensraumes schließt eine Ausweitung desselben mit ein. Durch die optimale Nutzung kann die Population zudem gestärkt und zu neuem Lebensraum gedrängt werden. Eine größere Population bedingt eine erhöhte soziale Variabilität. Dies kann zum Erkunden neuen Lebensraumes führen, was eine Ver-Teilung der Population zur Folge haben kann.
Die Entwicklungsgeschichte des Homo zeigt deutlich zwei Tendenzen. Die Populationen des Homo entwickelten sich sowohl in Richtung Herbivoren, als auch in Richtung Carnivoren, die bisher in Omnivoren endete. Bei Individuen der Gattung Paranthropus, die mittlerweile zu den Australopithecus geordnet wird, ist vor 2,8 Millionen Jahren eine eigene Entwicklung hin zu Herbivoren zu erkennen. Diese wird allerdings bis vor 1,5 Millionen Jahren in ihrer Entwicklung wieder abnehmend. Es hat also schon vorher eine Spezialisierung hin zu Pflanzennahrung stattgefunden, die einen stärkeren Unterkiefer und einen Schädelkamm als Folge hatte, der aber wieder nachließ. Dies kann einerseits die Folge von einer neuen Entwicklungsrichtung sein, oder einer Vermischung mit anders entwickelten Populationen. So hatte Homo georgicus, der von ~1,8 Mio Jahren lebte, noch große Reißzähne, die zumindest auf eine Omnivore Ernährung hindeuten. Diese Ernährung bedurfte keine Entwicklung eines größeren Kiefers, sondern eines kleineren, aber kräftigeren. Weitere fossile Exemplare in der Entwicklung des Homo zeigen, dass ein kleinerer Kiefer einen voluminöseren Schädel für mehr Hirnmasse begünstigten. Diese Entwicklung wird ebenfalls auf die Ernährung zurückgeführt, die wiederum ihre Ursache in der Anpassung durch optimale Nutzung des Lebensraumes hat. Von den Bonobos ist bekannt, dass sie Äste benutzen und diese in Termitenbauten stecken, damit sich dort Termiten festhalten und der Bonobo diese sodann verzehren kann. Die Zubereitung von Nahrung, die einem Vorkauen gleich kommt, wird als größter Einfluss auf die Entwicklung eines kleineren Kiefers und größeren Schädels angesehen. Dazu zählt ganz sicher die Nutzung von Feuer zur Zubereitung von Nahrung. Aber auch schon die vorwiegende Ernährung durch Früchte und Insekten, anstatt Gräser, Blätter und Baumrinde oder Fleisch von Säugetieren, Vögeln und Fischen, hat zu dieser Entwicklung beigetragen. Im weiteren Verlauf auch die Kultivierung von Gräsern zu Getreide und der Anbau von Obst und Gemüse.

Die Gattungen Australopithecus und Paranthropus im Tribus Hominini aus der Familie der Menschenaffen (Hominidae) weisen eine Kladistik (Verästelung) auf. Die Arten der Gattung Paranthropus werden von einigen Paläoanthropologen als späte Arten der Gattung Australopithecus gedeutet. Die Gattung Paranthropus beinhaltet die robusten Australopithecus-Arten. Diese robuste Australopithecus-Art hatte sich anatomisch in Richtung hartfaserige Pflanzennahrung spezialisiert. Die beiden Gattungen werden aber als eine Gruppe definiert – die Gruppe Australopithecina. Gruppen sind natürlicher Populationen, die eine Fortpflanzungsgemeinschaft bilden und von anderen Gruppen reproduktiv isoliert sind. Beide lebten zur gleichen Zeit wie die frühesten Vertreter der Gattung Homo – Homo rudolfensis und Homo habilis. Diese gleichzeitig lebenden Gattungen müssen als eine Gattung mit verschiedenen Populationen verstanden werden, die sich zuerst auseinander- und sodann weiterentwickelt haben. Eine biologische Vermehrung der verschiedenen Populationen innerhalb der Gattung ist die Ursache für das Verschwinden der älteren und erscheinen der neueren Vertreter in der Familie der Menschenaffen (Hominidae). Der Tribus Hominini zeigt die Auseinanderentwicklung einer Gattung in der Familie der Menschenaffen (Hominidae) in eine neue, die der Homo. Zuvor spalteten sich gemeinsame Vorfahren in Orang-Utan und Gorilla ab, dann spalteten sich vom Gorilla die Schimpansen und von denen der Homo ab. In der Entwicklungslinie der Homo sind die Hominini Zwischen-Populationen zwischen einer archaischen Gattung der Menschenaffen (Hominidae) und der neueren Gattung Homo.

Die bisherigen etablierten Theorien hängen an der Arten-Taxonomie fest. Sie lieben den Begriff Spezies. Es fehlt eine Theorie, die besagt, dass es zwischen Menschenaffen und Menschen einen fließenden entwicklungstheoretischen Übergang gibt. Die Gattung Homo hat keine verschiedenen Arten, sondern verschiedene Populationen. Die Unterteilung in Spezies ist ein soziales Konstrukt (Speziesismus). Der Mensch soll durch eine Kladistik von den Menschenaffen getrennt werden und dadurch eine eigene Schöpfungshöhe gewinnen.

Eine reproduktive Isolation zwischen Vertretern einer Gattung verhindert die Fortpflanzung der reproduktiv isolierten Vertreter. Die Ursache dafür ist eine Auseinanderentwicklung von Populationen in jeweils neue Gattungen, bzw. das Fehlen von Zwischen-Populationen, durch die diese verbunden wären. Es wären nur Hybriden zwischen nicht vollkommenen reproduktiv isolierten Populationen möglich. Die Vor-Vertreter des Menschen dürfen nicht mittels einer Kladistik kategorisiert werden, sondern als Populationen, die in der Taxonomie, einerseits wegen eventueller reproduktiver Isolation und andererseits wegen Vermischung, entwicklungstheoretisch "zurückgeblieben" sind, bzw. daraufhin verschwanden.

Wenn die Population in Dorf A nur die Farben Blau und Rot kennt und die Population in Dorf B die Farben Blau, Rot und Grün, dann werden sich in kommenden gemeinsamen Populationen der beiden Dörfer die drei Farben durchsetzen, wenn die Populationen keine räumliche oder zeitliche Distanz trennen, die einen Austausch der Populationen verhindern würde.

Was moralisch geächtet ist, ist Sex mit Menschenaffen und auch Affen, sowie Säugetieren allgemein. Es ist aber bekannt. In der Familie der Menschenaffen (Hominidae) allerdings nur die Variante Menschenmännchen->Affenweibchen. AIDS kommt hier in Betracht: HIV-1 stammt vom afrikanischen SIVcpz (chimpanzee) ab und das seltenere HIV-2 stammt vom asiatischen SIVmac (macaque) ab. Allerdings ist die Übertragung durch Verzehr von Affenfleisch plausibler.

Eine Entwicklungstheorie mit Populationen anstatt Arten erklärt vieles plausibler.
Die Populationen lebten zeitlich zeitweise nebeneinander und haben sich durch Vermehrung untereinander gemeinsam weiterentwickelt. Hierbei ist zu beachten, dass sich nur verschiedene Sorten – bei Affen spricht man von Horden – in eine neue Population weiterentwickelten. Dabei vermengten sich verschiedene Eigenschaften der verschiedenen Sorten-Individuen. Dies brachte/bringt neue Sorten-Individuen hervor. Im Zuge der weltweiten Ausdehnung des Homo sapiens sind so ziemlich alle Sorten seiner Population vermischt. Für eine Auseinanderentwicklung von Sorten der Gattung Homo in verschiedene Populationen besteht schon länger keine Möglichkeit mehr.

Taxonomie von Weizen, Möwen, Katzen und Menschen
Taxonomie von Weizen, Möwen, Katzen und Menschen
Der Begriff Sorte wird nur bei Pflanzen gebraucht. Der Begriff Horde bei Tieren ist derzeit noch nicht wissenschaftlich vergleichbar mit dem Begriff Sorte bei Pflanzen. Die Wortverwandtschaft zeigt aber die Gleichheit der beiden Worte Sorte (Pflanzen) und Horde (Tiere) auf:
Sorte
Horde
Dies findet sich auch in den Sprachen Englisch, Französisch und Italienisch, die dafür ähnlich klingende Wörter haben. In Spanisch trifft dies nur auf Horde zu, sowie bedeutet dort Sorte auch Sippe.
Englisch: sort / horde
Französisch: sorte / horde
Spanisch:  la calaña (auch Sippe) / la horda
Italienisch: sorta / orda
Bei den Chinesen gibt es nur eine sprachliche Ähnlichkeit:
一类植物 (yī lèi zhíwù; ji lei tschiwu) = Sorte (Pflanzen)
一群 (yī qún; ji tschuing) = Horde (Tiere)
In der russischen Sprache fehlen eigene Worte.
Die Ähnlichkeit von Sorte und Horde zu Herde ist leicht verständlich. Zu Schwarm und Schar allerdings weniger, aber da wiederum untereinander. Es gibt dann noch Begriffe wie Rudel und Rotte. Alle verschiedenen Begriffe im Tierreich können zur besseren Verständigung vereinfacht mit dem bereits in der Pflanzenwelt existierenden einheitlichen Begriff Sorte zusammengefasst werden.
Die Unterschiede zwischen den tierischen Sorten sind wie bei den pflanzlichen Sorten auch an deren Umweltbedingungen und Lebensumständen festzumachen, die sich in der Biologie der Lebewesen äußert und eben die Unterschiede unter den verschiedenen Sorten erzeugt. Bei den Menschen wird auch von Ethnien gesprochen. Ethnien definieren sich als ein Zusammenschluss von Populationsmitgliedern, die sich durch eine Isolation gegenüber anderen Zusammenschlüssen von Individuen, oder Populationsmitgliedern allgemein, kulturell und biologisch unterscheiden, bzw. kulturell und biologisch von den anderen spezifiziert sind. Die Isolation kann nach Definition räumlich oder sogar politisch sein, ergibt biologisch aber nur räumlich Sinn. Als biologisches Extrembeispiel wären da die Aborigines und die Inuit zu nennen und als sanfte Version die Samen in Skandinavien und die Basken an der Iberischen Halbinsel.

Mit der Vermischung verschiedener Sorten-Mitglieder einer Population entsteht eine neue Sorte. Ein Beispiel dafür wären Mulatten. Diese sind eine Verbindung biologischer Eigenschaften von Menschen mit schwarzer und weißer Hautfarbe. Bei einer endgültigen Vermischung aller Menschen-Sorten auf der Erde entsteht ein neuer Mensch - der Homo terra. Der Homo terra ist dabei aber nur eine Art Schleifenentwicklung. Der Homo sapiens entwickelte sich aus der Vermehrung mit anderen zu seiner Zeit zeitlich neben ihm lebenden Homo, weil er sich, wie schon andere Populationen vor ihm, räumlich auf der Erde verbreitete. Dadurch verbreitete er sich aber auch selbst und entwickelte sich so wieder auseinander. Einerseits vermehrte er sich sodann wiederum mit älteren, bereits vor ihm räumlich auf Distanz gegangenen Homo-Sorten seiner Vorgänger-Population, sowie entwickelte sich damit von seinem Ursprung weg, bzw. autonom von seiner Ursprungspopulation weiter. Durch eine Rückwanderung zu seinem räumlichen Ursprung vermehrte dieser sich wiederum mit seiner Ursprungspopulation.

Die Sorten der Populationen unterscheiden sich hauptsächlich an ihren Lebensbedingungen. Offensichtlich ist der Unterschied bei Inuit und Aborigines, sowie Neandertaler und Homo sapiens zu sehen. Da gleichen die Samen in Skandinavien den Basken an der Iberischen Halbinsel mehr, aber wiederum nicht gänzlich, und bilden deshalb verschiedene Sorten. Allerdings sind biologisch reine Sorten so gut wie nicht mehr anzutreffen. Mit der Auswanderung des Homo sapiens aus Afrika nach Asien und Europa bis hin nach Amerika entwickelte dieser sich von seinem afrikanischen Ursprung auseinander und vermischte sich unter anderem mit vor ihm ausgewanderten Homo-Sorten, die durch die räumliche Distanz zu einer älteren Population gehörten – sozusagen Überlebende einer archaischen Population. Mit der Rückeinwanderung nach Afrika vermischte diese neue Sorte sich wieder mit seinem afrikanischen Ursprung, so dass heute keine reinen afrikanischen Sorte mehr vorhanden sind, sondern alle schon einen biologischen Anteil von Eurasiern aufweisen. Es könnte unter Umständen auch von verschiedenen Populationen gesprochen werden, wenn die nach Asien und Europa ausgewanderten Homo sapiens sich bis zu ihrer Rückkehr genügend weit von den afrikanischen Homo sapiens auseinander entwickelt hätten, um diese dann mit ihrer weiterentwickelten Population in der Entwicklungsgeschichte des Homo zu verdrängen. Dies ist aber nicht der Fall, auch wenn sich heute lebenden Individuen des Homo sapiens rein äußerlich unterscheiden, so bilden sie allerhöchstens verschiedene Sorten. Diese haben sich wiederum schon weitestgehend miteinander vermischt.

Eine Kategorisierung in Schwarz-Afrikaner, Europäer, Orientaler, Asiaten und Süd-Amerikaner kann als Sorten-Verband verstanden werden. Dazu ist allerdings eine Gleichheit der Sorten in einem Verband, sowie eine genügende Differenzierung des Verbandes hin zu einem anderen notwendig. Überschneidungen müssen dabei außen vor gelassen werden, auch wenn sie räumlich mit anderen zusammenleben. Es käme größtenteils nur ein prozentualer Anteil der räumlich zusammenlebenden Individuen für einen Sorten-Verband in Betracht. Nur noch sehr wenige Sorten leben ohne räumliche Vermischung mit anderen Sorten in ihrem Lebensraum.

Wenn sich alle Menschen auf der gesamten Erde in den nächsten Jahrtausenden komplett vermischen, dann verschwinden Sorten. In absehbarer Zeit hätte dann jeder Mensch auf der Erde annähernd gleiche Anteile an DNA. Die Sorten-Unterschiede würden zunehmend verschwinden. Ob sich allein aus diesem Umstand heraus eine neue Population entwickelt wäre möglich, muss aber nicht sein. Zumindest ist der ursprüngliche Homo sapiens nicht mehr vorhanden, sondern hat sich durch die Vermehrung mit älteren Populationen, wie dem Neandertaler, weiterentwickelt und sich anschließend durch die Rückeinwanderung mit seinem Ursprung vermehrt, bzw. diesen ebenfalls weiterentwickelt. Gerade weil die Homo sapiens, die sich mit dem Neandertaler vermischten, auf der ganzen Welt verteilten, kann schon jetzt davon ausgegangen werden, dass der Homo sapiens bereits ausgestorben ist und an seiner Stelle ein Homo terra getreten ist, bzw. in seiner Entstehung ist. Der Homo sapiens ist demnach nur eine Zwischen-Population, die eine Vermischung aller zu seiner Zeit lebenden älteren Populationen und folglich all seiner Sorten vollzieht. Ist die Vermischung aller vollzogen, wandelt sich das Stadium der Zwischen-Population in eine endgültige Population um, die nun in ihrem Lebensraum allein allgegenwärtig ist. Endgültig deshalb, weil keine Abspaltung einer Sorte in eine neue, andere Population möglich ist.

Dieser Homo terra hat auf der Erde keine andere Population aus seiner Gattung (Homo) mehr, mit der er sich vermehren könnte. Es fehlt an räumlicher Distanz, in der sich eine Sorte zu einer ihm nicht ähnlichen Population entwickeln könnte. In Betracht kommen hier nur noch extraterrestrische Lebewesen, die von ihm nicht genetisch isoliert sind und eine Population seiner Gattung sind, die sich parallel auf einem anderen Planeten entwickelte.

Biologisch auffällige Unterschiede entstehen nur, wenn sich Sorten kulturell auseinander entwickeln und diese kulturelle Entwicklung sich auf die biologischen Eigenschaften auswirkt.
Die Entwicklung beim Menschen, also vom Affen zum Menschen, hat auch kulturelle Ursachen. Beim Menschen wird für seine biologischen Veränderungen das Zubereiten von Nahrung als maßgebliche Ursache angesehen. Aber auch schon das Zugänglichmachen von Nahrung mittels Hilfsmittel (Ast in Termitenloch, Stein auf Nuss), sowie überhaupt der vorhandenen Nahrungsmöglichkeiten an sich. Dort wo hauptsächlich Gras wächst, kann hauptsächlich Gras gegessen werden, aber nicht nur. Dort wo auch Früchte wachsen, können auch Früchte gegessen werden. Das Nahrungsangebot aktiv zu erweitern, oder vorsätzlich einzuschränken, ist die Fähigkeit zur kulturellen Entwicklung. Wie die Nahrung gegessen wird, ist eine kulturelle Bereicherung. Beides hat Einfluss auf die biologische Entwicklung einer Population.
Das Zubereiten von Nahrung, insbesondere das Kochen (Vorkauen), soll dazu geführt haben, dass der Verdauungstrakt entlastet wurde und sich dadurch das Gehirn vergrößern konnte. Als Nachteil stellte sich eine Unverdaubarkeit von Cellulose (Vielfachzucker) ein. Durch ein größeres Gehirn entsteht mehr Rechenleistung, folglich mehr Kultur. Dies kann als eine Art Synergie-Effekt verstanden werden. Als Gegenbeispiel dient die Population der robusteren Australopithecus/Paranthropus. Diese hatten sich auf eine hauptsächliche Ernährung mit Gräsern hin entwickelt. Ihre Kultur bedingte die Entwicklung von nachgewiesenen größeren Kiefern zum besseren Kauen anstatt größerem Gehirn zum besseren Denken.

Fossile Individuen der Ordnung Primaten (Primates) in ihrer zeitlichen Entwicklung:

Homo floresiensis 0,095 bis 0,017 Mio. Jahre
Homo neanderthalensis 0,230 bis 0,03 Mio. Jahre
Homo sapiens 0,5 bis ... Mio. Jahre
Homo rhodesiensis 0,5 bis 0,2 Mio. Jahre
Homo heidelbergensis 0,6 bis 0,2 Mio. Jahre
Homo antecessor 0,9 Mio. Jahre
Homo erectus 1,4 bis 0,2 Mio. Jahre
Homo georgicus 1,8 Mio. Jahre
Homo ergaster 1,9 bis 1,4 Mio. Jahre
Homo habilis 2,1 bis 1,5 Mio. Jahre
Homo rudolfensis 2,5 bis 1,8 Mio. Jahre
Homo naledi 2,5 Mio. Jahre


Paranthropus robustus 2,0 bis 1,5 Mio. Jahre
Australopithecus sediba 2,0 Mio. Jahre
Paranthropus boisei 2,3 bis 1,4 Mio. Jahre
Australopithecus garhi 2,5 Mio. Jahre
Paranthropus aethiopicus 2,8 bis 2,3 Mio. Jahre
Australopithecus africanus 3,0 bis 2,5 Mio. Jahre
Australopithecus bahrelghazali 3,5 bis 3,0 Mio. Jahre
Australopithecus deyiremeda 3,5 bis 3,3 Mio. Jahre
Kenyanthropus platyops 3,5 bis 3,3 Mio. Jahre
Australopithecus afarensis 3,8 bis 2,9 Mio. Jahre
Australopithecus anamensis 4,0 Mio. Jahre
Ardipithecus ramidus 4,4 Mio. Jahre
Ardipithecus kadabba 5,8 bis 5,2 Mio. Jahre
Orrorin tugenensis 6,2 bis 5,6 Mio. Jahre
Sahelanthropus tchadensis 7,0 bis 6,0 Mio. Jahre
Oreopithecus bambolii 8,0 bis 7,0 Mio. Jahre
Ramapithecus punjabicus 14,0 bis 8,0 Mio. Jahre
Dryopithecus 17,0 bis 10,0 Mio. Jahre


Ouranopithecus turkae 8,7 bis 7,4 Mio. Jahre
Nakalipithecus nakayamai 9,9 bis 9,8 Mio. Jahre
Ouranopithecus macedoniensis 10,0 bis 9,0 Mio. Jahre
Chororapithecus abyssinicus 10,5 bis 10,0 Mio. Jahre


Gigantopithecus 8,0 bis 0,1 Mio. Jahre
Ankarapithecus meteai 10,0 Mio. Jahre
Lufengpithecus 12 bis 8 Mio. Jahre
Anoiapithecus brevirostris 12,5 bis 11,3 Mio. Jahre
Sivapithecus 12,7 bis 10,1 Mio. Jahre
Pierolapithecus catalaunicus 13,0 bis 12,5 Mio. Jahre
Kenyapithecus wickeri 14,0 Mio. Jahre
Ugandapithecus gitongai 14,5 Mio. Jahre
Equatorius africanus 15,5 bis 14,0 Mio. Jahre
‬Pliopithecus 16,0 bis 11,1 Mio. Jahre
Heliopithecus 16,0 Mio. Jahre
Afropithecus turkanensis 18,0 bis 16,0 Mio. Jahre
Ugandapithecus major 19,0 bis 18,0 Mio. Jahre
Lomorupithecus harrisoni 19,5 bis 18,3 Mio. Jahre
Ugandapithecus legetetensis 20,0 bis 19,0 Mio. Jahre
Proconsul 21,0 bis 14,0 Mio. Jahre
Ugandapithecus meswae 21,5 bis 19,0 Mio. Jahre
Aegyptopithecus zeuxis 34,0 bis 28,0 Mio. Jahre

Die beiden ältesten Arten der Gattung Homo – Homo rudolfensis und Homo habilis – lebten vor 2,5 bis 1,5 Millionen Jahren. Ihr Nachfolger ist Homo ergaster. Homo ergaster soll vor 2 Millionen Jahren von Afrika aus die ganze Erde besiedelt haben. Aus ihm hat sich Homo erectus entwickelt. Aus Homo erectus Homo heidelbergensis und Homo neanderthalensis sowie Homo sapiens. Alle haben nacheinander die Welt von Afrika aus besiedelt. Es ist davon auszugehen, dass alle diese keine verschiedenen Arten sind, sondern verschiedene zeitlich beschränkt lebende Populationen in der Weiterentwicklungen des Homo/Mensch. Die Verschiedenartigkeit der Populationen wird durch eine gemeinsame Entwicklung in einem Lebensraum erklärt, von wo aus die Populationen sich räumlich ausbreiteten und zugleich von der Entwicklung entfernten. Das kann sich so vorgestellt werden, als wenn zwei Farben vermischt werden und während des Vorgangs des Vermischens Proben entnommen werden. Diese Proben sind die Populationen und zeigen die Farbe eines bestimmten Stadiums des Vermischens, während die beiden Farben weiter vermischt werden und neue Stadien erreichen.
Es ist davon auszugehen, dass sich Populationen der Gattung Homo durch ihre räumliche Verteilung auf der Erde bei räumlicher Distanz auseinanderentwickelten und bei Kontakt wieder gemeinsam vermischten.

Bei den Möwen-Populationen sind die Unterscheidungen geografisch auszumachen. Beim Homo, durch archäologische Funde, sowohl geografisch als auch zeitlich. Die Populationen Sahelanthropus, Orrorin, Ardipithecus, Australopithecus, Kenyanthropus und Paranthropus müssen zur Gattung Homo gezählt werden, als die bisher frühest bekanntesten Populationen des Homo. So gesehen sind diese Populationen am nächsten an gemeinsamen Vorfahren der Gattungen in der Familie der Menschenaffen (Hominidae), zu denen die Gorillas, Schimpansen (Pan), Orang-Utans (Pongo) und Menschen (Homo) zählen, dran. Die Populationen der gemeinsamen Vorfahren in der Familie der Menschenaffen (Hominidae) lebten, bzw. entwickelten sich so weit auseinander, dass sich aus ihnen über die Zeit hinweg eigene Gattungen bildeten, die dadurch reproduktiv voneinander isoliert wurden.
Es besteht die Möglichkeit, dass sich archaische Populationen des Homo so weit auseinanderentwickelten, dass sie reproduktiv isoliert waren. In der Wissenschaft wird aber davon ausgegangen, dass alle bisher nachgewiesenen Populationen in der Gattung Homo nicht reproduktiv isoliert waren. Ausgenommen davon ist eine Theorie der zeitlich versetzten reproduktiven Isolation, bei der archaische Homo-Populationen und moderne Homo-Populationen zeitlich reproduktiv isoliert sind.

Einige Populationen der Gattung Larus haben sich soweit auseinander entwickelt, dass sie voneinander reproduktiv isoliert sind, aber dadurch dennoch keine neue Gattung bilden. Die Silbermöwe, und deren verwandte Sorten, und die Heringsmöwe, und deren verwandte Sorten, sind reproduktiv isoliert, gehören aber zur selben Gattung Larus. Die verwandten Sorten der Silbermöwe haben sich im Nordatlantik, in Europa und Vorderasien verbreitet. Die verwandten Sorten der Heringsmöwen haben sich um den Nordpol herum verbreitet. Da beide zu einer Gattung gehören, müssen sie sehr wahrscheinlich einmal selbst verwandt gewesen sein. Die heutige reproduktive Isolation muss wegen einer zeitlich länger anhaltenden räumlichen Distanz entstanden sein. Eine Verbindung, wie sie durch eine Ringspezies erklärt worden war, wurde widerlegt. Diese beiden Möwen-Populationen sind reproduktiv isoliert. Es gibt nur Reproduktion mit Sorten, die entwicklungsthechnisch aus dem gleichen Refugium stammen.

Die Population der Silbermöwe:
"Im Zuge der Ausbreitung ... entwickelten sich im Westen die Mantelmöwe, im mittleren Atlantik und Mittelmeerraum die Mittelmeermöwe sowie nördlich davon die Silbermöwe und östlich des Mittelmeers Armeniermöwe." (Wikipedia)

Die Populationen der Gattung Larus sind keine verschiedenen "Arten/Spezies", sondern verschiedene Entwicklungsstadien. So wie Australopithecus → Neandertaler → Homo Sapiens nur verschiedene Entwicklungsstadien der Gattung Homo sind. Die verschiedenen Entwicklungsstadien bei den Möwen bestehen wegen der räumlichen Distanz, bzw. der dadurch nicht genügend vorhandenen Vermischung. Die mit der Heringsmöwe verwandten Möwen-Sorten sind wie eine Perlenkette um den Nordpol herum aneinander gereiht. Die Möwen-Population entwickelte sich auseinander. Hingegen entwickelte sich der Mensch insgesamt weiter und nahm durch die weltweite Wanderung im Laufe der Zeit alle sich jemals auseinanderentwickelten Populationen durch die Vermischung mit in seine Kultur und Gene, ergo in seine Population auf. Somit ist niemand wirklich zurückgeblieben. Ganz im Gegenteil wird in der heutigen Zeit durch Geschichtsforschung und Archäologie die Kulturen aus längst vergangener Zeit in die heutige geholt und somit mit ihr vermischt.

Population der Heringsmöwe und ihre Fortpflanzung untereinander
Population der Heringsmöwe und ihre Fortpflanzung untereinander
Heringsmöwe → Ostsibirienmöwe → Kamtschatkamöwe → Amerikanische Silbermöwe.

Population der Silbermöwe und ihre Fortpflanzung untereinander
Population der Silbermöwe und ihre Fortpflanzung untereinander
Mantelmöwe → Silbermöwe → Mittelmeermöwe → Armeniermöwe.

Die Silbermöwen-Sippen und die Heringsmöwen-Sippen sind insgesamt zwei Populationen mit verschiedenen Sorten.

Die Population der Heringsmöwe (Larus fuscus) selbst hat 6 verschiedene Sorten, die fälschlicherweise Unterarten genannt werden.
Larus fuscus fuscus (Baltische Heringsmöwe)
Larus fuscus graellsi
Larus fuscus intermedius
Larus fuscus heuglini (Tundramöwe)
Larus fuscus taimyrensis
Larus fuscus barabensis
Der Unterschied zwischen den Unterarten und den anderen Arten, so wie sie aktuell definiert sind, ist die Weite der Auseinanderentwicklung. In wirklich sind es alles verschiedene Sorten einer Population.

Die Population der Ostsibirienmöwe hat zwei Sorten, wobei eine Sorte als Hybrid mit der Heringsmöwe angesehen wird.
Larus vegae (Ostsibirienmöwe)
Larus vegae birulai (Hybrid?)

Kaliforniermöwe ist eine Population mit zwei Sorten.
Larus californicus californicus
Larus californicus Albertaensis
Die beiden Sorten waren schon einmal getrennt. Durch Ausbreitung in jüngerer Zeit ist östlich der Rocky Mountains wieder eine Kontaktzone entstanden.

Die Eismöwe ist eine Population mit vier Sorten.
Larus hyperboreus hyperboreus
Larus hyperboreus pallidissimus
Larus hyperboreus barrovianus
Larus hyperboreus leuceretes
Die Variationen der Sorten sind schwach ausgeprägt, weshalb sie auch monotypisch sein könnte.

Die Population der Polarmöwe (Larus glaucoides) hat zwei Sorten, wobei eine davon auch eine Hybridisierung mit der monotypischen Thayermöwe (Larus thayeri) sein könnte. Oder die Thayermöwe ist eine Sorte der Polarmöwen-Population.

Die Japanmöwe (Larus crassirostris) ist eine monotypische Population mit nur einer Sorte.

Einige Larus-Sorten müssen sich so weit auseinander entwickelt haben, dass aus ihnen neue Populationen entstanden sind, die mit den anderen reproduktiv isoliert sind.

Taxonomie (Pediastrum duplex, Trügerisches Torfmoos, Echter Wurmfarn, Tränenkiefer)
Taxonomie alt
(Pediastrum duplex, Trügerisches Torfmoos, Echter Wurmfarn, Tränenkiefer)
Ein größeres Taxonomie-Problem gibt es bei den Pflanzen. Wegen ihrer Vielfalt wird eine Vielzahl von Unter-, Über-, und Abteilungen-Taxonomien in den Haupt-Taxonomien verwendet. Dennoch ist dies für eine mit der Tierwelt vergleichbare Taxonomie nicht ausreichend. Ein Baum hat seine Vorfahren in den Farnen, diese wiederum in den Moosen und diese wiederum in den Algen. Dies, also die Entwicklung, ist in einer Taxonomie eines Baumes, bzw. der meisten Pflanzen, nicht ersichtlich. Vielmehr verläuft die Taxonomie der Pflanzen in einer unübersichtlichen Kladistik.

Taxonomie (Pediastrum duplex, Trügerisches Torfmoos, Echter Wurmfarn, Tränenkiefer)
Taxonomie neu
(Pediastrum duplex, Trügerisches Torfmoos, Echter Wurmfarn, Tränenkiefer)
Die Entwicklung des Homo soll hauptsächlich in Afrika stattgefunden haben. Die sich in Afrika weiterentwickelten Homo haben, wie schon ihre Vorfahren, durch Wanderung die Erde besiedelt und sich mit den schon vor ihnen aus Afrika ausgewanderten Homo vermengt – Out-of-Africa-Theorie. Eine andere widerlegte Theorie besagt, dass sich der Homo in verschiedenen Teilen der Erde weiterentwickelt und anschließend durch Rückwanderung mit den anderen Homo vermengt hat – Multiregionaler Ursprung des modernen Menschen. Hauptsächlich interessant ist hier die Vermengung der verschieden entwickelten Homo. Die zweite Theorie ist auf neuere Zeit und dort insbesondere auf die Kultur zu beziehen.

Die Out-of-Africa-Theorie wird bisher in 3 Stufen, oder auch Wellen genannt, beschrieben. Dabei haben sich zu verschiedenen Zeiten starke Populationen aus Afrika in die weite Welt begeben. Auf ihrer sozusagenen Besiedlung der Erde begegneten Individuen jüngere Populationen den schon vor ihnen aus Afrika ausgewanderten Individuen älterer Populationen. Ob und inwieweit sie sich vermischten und/oder die jüngeren die älteren verdrängten ist hier die Frage. Es ist zumindest schon von einigen Populationen der Feuchtnasenaffen (Strepsirrhini), die zur Ordnung der Primaten gehören, bekannt, dass diese sowohl Afrika, als auch Asien, Europa und Amerika besiedelten, während andere Populationen nur in Afrika vorzufinden sind. Die Populationen der Gibbons (Hylobatidae) aus der Überfamilie der Menschenartigen (Hominoidea) sind heute in Südostasien vorzufinden. Die Orang-Utans besiedelten vor 1 Mio. Jahre noch ganz Südostasien und heute nurmehr die Inseln Borneo und Sumatra. Schimpansen hingegen sind nur im mittleren Afrika beheimatet. Eine Verdrängung auf den heutigen Lebensraum durch andere Populationen mit selben Vorfahren ist wahrscheinlich.
Innerhalb der Populationen der Feuchtnasenaffen ist die beginnende Entwicklung eines großen Gehirns schon bei den vor 55 bis 13 Millionen Jahre lebenden und bereits ausgestorbenen Adapiformes (Adapoidea) zu erkennen, von denen Fossile in Europa, Asien und Nordamerika gefunden wurden. Die noch heute lebenden Feuchtnasenaffen Loris leben in Wäldern des mittleren Afrikas sowie in Süd- und Südostasien. Die Feuchtnasenaffen Galagos sind nur in Afrikas Wäldern beheimatet. Loris und Galagos fehlen auf Madagaskar. Nur die Feuchtnasenaffen Lemuren sind auf der Insel Madagaskar vor der Ostküste Afrikas vorzufinden.
Die Out-of-Africa-Theorie wird mit einem Blick zu den Möwen verständlicher. Einige Individuen der Population der Heringsmöwe wanderte um den Nordpol herum und siedelten sich dort an. Dabei wurden sie von ihrer Ursprungspopulation getrennt und passten sich ihrem neuen Lebensraum an, in dem sie sich nieder ließen. Bei den Heringsmöwen-Sorten rund um den Nordpol sind Unterschiede bekannt. Diese können "eingefrorene" Entwicklungsstadien sein, eben diese vom Zeitpunkt des Verlassens der Ursprungspopulation, oder eigen entwickelte Unterschiede. Würde die Ursprungspopulation der Heringsmöwe – Larus fuscus fuscus – wieder eine erhöhte Population bekommen, dann würden Individuen dieser sehr wahrscheinlich wieder um den Nordpol wandern und sich dort ansiedeln, bzw. sich mit den schon vor ihnen dort angesiedelten Heringsmöwen-Sorten vermischen und/oder sie verdrängen.

Ausbreitungen des Homo
Vor ungefähr 100.000 Jahren soll Homo sapiens – so wie schon sein Vorfahre Homo ergaster vor 2 Millionen Jahren und in der Zwischenzeit viele andere – von Afrika aus die Erde besiedelt haben. Vor 12.000 Jahren soll Ackerbau und Viehzucht im Orient entstanden sein. Vor 3.000 Jahren sollen die aus Afrika ausgewanderten Homo sapiens nach Afrika zurückgewandert sein und dabei Ackerbau und Viehzucht mitgebracht haben.
Die in Afrika lebenden Bantu begannen vor 3.000 Jahren, als Pflanzer von Hackfrüchten, ihr Territorium in die Regenwälder von Zentralafrika auszudehnen und 1.000 Jahre später weiter nach Süden und Osten. Dabei vermischten sie sich mit den bisher dort lebenden Menschen. Die heute genetisch älteste lebende Homo-Sorte sind die Khoi. Diese sind zwar auch schon genetisch mit den von Eurasien zurück gewanderten Homo sapiens vermischt, aber weißen eine Eigenart auf. Zu der ursprünglichen Homo-Sorte Khoi gehören die Vieh-haltenden Khoikhoi und die Vieh-losen Jäger und Sammler San. Die Khoikhoi und San bilden eine Sorte – die Khoi. Sie wurden erst im 18. Jahrhundert durch Wissenschaftler in Khoikhoi (Hottentotten) und San (Buschmänner) fälschlicherweise getrennt. Bei den Khoi kann einerseits davon ausgegangen werden, dass sie die Viehzucht von anderen Homo-Sorten erlernten, die etwa aus dem orientalischen Bereich zurückwanderten, oder diese selbst entwickelten. Bei den Bantu kann ebenfalls einerseits davon ausgegangen werden, dass sie den Ackerbau selbst entwickelten, oder die Rückwanderungswelle vor 3.000 Jahren aus dem archaischen Ackerbau- und Viehzucht-Gebiet im Orient diesen mitlieferte. Bei der Lieferung durch die Rückwanderung käme eben diese Theorie zum Tragen, dass sich Homo an verschiedenen Teilen der Erde weiterentwickelte und sodann durch Wanderung mit den anderen vermengte. Dies träfe dann hier hauptsächlich auf die Kultur zu. Kultur wird als ausschlaggebend für die Entwicklung des Homo angesehen. Unterstützt wird es von der Theorie, dass die Khoi die Viehhaltung vor 2.000 Jahren von den Bantu erlernten und sich daraufhin in Khoikhoi und San spalteten, wobei die San bis vor ihrer systematischen Vernichtung durch die Kolonisten mengenmäßig größer blieben. Die neuere Kultur wurde als Bereicherung aufgenommen – San, die alte aber vorerst beibehalten – Khoikhoi.
Es ist demnach viel eher wahrscheinlich, dass sich der Homo zwar mehrmals von Afrika aus auf der Erde verteilte, aber die außerhalb von Afrika entwickelten Kulturen auch jedes Mal nach Afrika zurückflossen und den Homo in Afrika somit mit-weiterentwickelten – ähnlich einer Homebase.

Die Entwicklung des Homo über die Kultur erklärt auch, wieso der Mensch beim Fortpflanzen (Vermischen/Vermengen) mit kulturell nieder entwickelten, ergo biologisch nieder entwickelten, Homo nicht eine Schnittmengen-Entwicklung macht, die so gesehen eine Teil-Rückentwicklung wäre. Die weiterentwickelte Kultur erfuhr keine Schnittmenge, sondern blieb auf ihrer Höhe bestehen und bereicherte die älteren Kulturen. Ein Vergleich wäre Bantu/Neandertaler und Kolonisten/Homo sapiens. Die Kolonisten/Homo sapiens dringen mit ihrer weiterentwickelten Kultur (Technik) in den Lebensraum der Bantu/Neandertaler ein, vermengen sich mit ihnen und die ursprünglichen Bantu/Neandertaler verschwinden allmählich, da ihre Kultur (Lebensart) sich durch die neuen Einflüsse verändert und somit auch sie. Zudem gibt es einen Kultur-Rückfluss von der älteren, eventuell sogar verlorengegangenen Kultur zu den neueren Kultur-Menschen. Es ist wie ein Synchronisieren von Kulturen zu verstehen, wenn die neueren Kultur-Menschen die älteren nicht einfach nur vernichten, wie es vorrangig die Kolonisten vor 400 bis 100 Jahren getan haben. Der gewaltfreie Akt der Synchronisation wurde im Laufe der Zeit des Homo immer sanfter, da die Unterschiede immer kleiner wurden. Durch das Vermengen von sich unabhängig voneinander entwickelten Kulturen (Technik), sowie das Aufnehmen derer durch den jeweils anderen, entwickeln sich alle am Austausch teilnehmenden weiter. Hier gilt Kooperation und Kommunikation als Ursache von Entwicklung. Allerdings fällt eine niedere Kultur dem kulturellen Fortschritt meist zum Opfer. Eine niedere Kultur bedeutet auch niedere biologische Eigenschaften. Dies erklärt das Verdrängen der sozusagen ausgestorbenen Homo-Sorten, angefangen beim Australopithecus, und das in Erscheinung treten von neueren Homo-Sorten, bis hin zum heutigen Homo sapiens.

Die Entwicklung des Menschen entstand also nicht ausschließlich durch das Vermengen verschiedener Homo-Sorten, sondern mehr durch das Einbeziehen verschiedener Homo-Sorten in die räumlich partiell geschehenen kulturellen und genetischen Veränderungen. Es blieb also keiner wirklich zurück. Als Beweis dafür gelten unter anderem die genetischen Überreste des Neandertalers in einigen der heute lebenden Homo. Das Einbeziehen aller zu ihrer Zeit lebenden Homo in die kulturellen und biologischen Fortschritte verursachte wiederum eine steigende Wahrscheinlichkeit der Genetischen Isolation zu den genetischen Vorfahren in der Familie der Menschenaffen (Hominidae), bzw. den Verlust der dafür notwendige Zwischen-Populationen. Es käme, wenn überhaupt, nur noch die Möglichkeit der Hybriden unter den Gattungen in der Familie der Menschenaffen (Hominidae) in Betracht.

Irgendwann kommt man dabei an den Gedanken von Sex mit Tieren, hier Affen, nicht umhin. Der Gedanke erzeugt allerdings einen hysterischen Aufschrei bei den Tierschützern und Moralaposteln. Es ist zudem ethisch bedenklich.
Die Fortpflanzungsgrenze zwischen den Gattungen der Familie der Menschenaffen könnte durch eine künstliche Hybridisierung überwunden werden. Dies wäre eine kulturelle Fortpflanzungs-Methode. Siehe "kultivieren" von Pflanzen. Sollte der Mensch sich dessen verwehren? Was würde es für einen Sinn ergeben? Die Diversität erhöhen. Das würde zwischen Affe und Mensch wenig Sinn ergeben. Dann eher schon zwischen Pferd und Mensch - Zentaur. Es wird erzählt, dass bei Reitervölkern in den weiten Steppen Asiens Zentauren von Pferdestuten geboren wurden. Insbesondere in Clans, bei denen jugendlichen Männern keine Frauen zur Verfügung standen. Dies ist aber scheinbar nur ein Mysterium.

Nun, da es durch die weltweite Verbundenheit der Menschen nicht mehr möglich ist, dass sich eine Homo-Sorte aus der Homo-Population in eine eigene Population auseinanderentwickelt, bleibt nur noch die Möglichkeit einer bereits existierenden Parallelwelt, in der sich eine andersartige Parallel-Population schon entwickelt hat, aber dennoch mit ihr keine Genetische Isolation entstanden ist. Eine Parallel-Population wären Homo-ähnliche Lebewesen von einem anderen erdähnlichen Planeten.
Eine Vermengung mit außerirdischen Lebewesen ist die noch einzige bestehende Möglichkeit einer neuen kulturellen und biologischen Bereicherung in Form einer Synergie. Ansonsten ist der Mensch auf sich allein gestellt und muss sich mit den Möglichkeiten in dem von ihm bereits ausgefüllten Raum begnügen. Die Entdeckung des Weltalls wartet.

Die Theorie besagt, dass immer die weiterentwickelte Population mit den weiterentwickelten Eigenschaften diese der noch nicht so weit entwickelten Populationen bringt. Wer die wartenden Populationen und wer die bringende Population sein wird, das steht in den Sternen. Das Leben ist ein aktives Wesen – selbst der Wartende hat keine Ruhe.

Da es für den Menschen auf der Erde keine weniger entwickelten Lebewesen gibt, mit denen keine Fortpflanzungsgrenze besteht, hat sich eine neue Möglichkeit entwickelt. Diese zieht eine Hybridisierung mit der von Menschen entwickelten Technologie in betracht. Sie wird Transhumanismus, oder auch Neo-Humanismus, genannt und steht dem Humanismus entgegen. Der Humanismus setzt auf Ethik und gründet sich auf einen Freien Willen des Menschen. Der Transhumanismus setzt auf Logik und die wissenschaftliche Erkenntnis, dass die Hirnforschung bisher keinen Freien Willen nachweisen konnte (Wolf Singer). Für den Transhumanismus geht die weitere Entwicklung des Menschen hin zum Cyborg. Dabei spielt auch die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz eine Rolle, die sich einerseits an den Menschen anpassen muss, um mit ihm zu hybridisieren, und andererseits eine eigenständige Weiterentwicklung, unabhängig vom Menschen, anstreben wird. Der Mensch wird in Zukunft nur noch soweit existent sein, wie der Neandertaler in der DNA der Europäer. Der Nachfolger des Homo sapiens wird der Homo cyborg, oder auch Transhomo genannt, aus der Familie der Hominiden (Hominidae) sein. Wenn der Transhomo zur archaischen Population geworden sein wird, wird die Familie rückwirkend Transhominiden (Transhominidae) genannt werden. Das "Trans" steht dann für die Fähigkeit in irgendeiner Art Werkzeuge zu verwenden. Dazu zählt typischerweise mit einem Ast Ameisen aus einem Loch fangen, oder mit einem Stein eine Nuss knacken. Dies wird als Merkmal der Transhominiden gelten. Schon heute wird der Begriff "Transhumanoide" fälschlicherweise verwendet, der aus der Science-Fiction-Szene stammt und nicht in der Taxonomie vorkommt.

Die Zukunft gehört den Transhominiden
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